wahrscheinlich eine sehr dumme Frage............
aber ich habe mich gefragt ob es irgendwie möglich wäre eine andere Plattform auf dem SXG75 zu installieren.
Ich meine vielleicht ds ganze Dateisystem löschen und irgendwie ein anderes darauf installieren. (Windows mobile oder Symbian)
Ein paar Probleme wären da natürlich noch wegen der Tastenbelegung und so aber würde das sonst eigentlich hinhauen oder gibt es da irgenwelche bestimmten Merkmale das man behaupten könnte das dieses Handy jetzt nur auf Javaplattform genützt werden kann? :roll:
anzensepp1987
20.06.2007, 20:50
:shock: geht nicht! :shock:
roth
20.06.2007, 21:16
Kann zu 200% nicht gehen ;)
p3t3r
20.06.2007, 23:33
Geht wohl nicht. Ich fände ohnehin Linux interessanter - schließlich arbeiten diese BREW-Geräte ja angeblich (man merkt davon nichts, deswegen angeblich) auf tieferer Ebene mit einem proprietären Linux. Wenn man da rankäme.. GPE Phone Edition oder Openmoko wäre schon nett, irgendwo.
Aber das ist wohl leider Wunschdenken :(
MINIMALIST
20.06.2007, 23:45
Das SXG75 ist ein netter und schöner Handy.
Im Prinzip könnte man schon Windows oder Symbian drauf bringen, aber dazu ist sehr viel Anpassungaufwand sowie Lizenzgebühren fällig.
Das ist keine dumme Frage. Vermutlich willst du eher fragen ob es ein SXG75-ähnliches Gerät mit windows Mobile oder Symbian gibt?
Für Symbian kann ich gleich sagen: Nokia 6110 oder N95. Weil beide GPS und Symbian haben. Bei Sony Ericsson ist mir kein GPS-Gerät bekannt ausser als Zubehör.
1324
21.06.2007, 09:33
Hallo,
ok danke.........
Ich muss zugeben vermutet habe ich das schon aber mich hat das habe ich mich halt schon öfters gefragt ob dies überhaupt möglich wäre.
Aber wie ist das genau mit Linux?
Ich meine gehört habe ich da schon vieles aber....... was stimmt da jetzt wirklich? :roll:
Wie viel wird Linux jetzt wirklich mit benützt?
Oder ist es möglich das Handy direkt mit Linux zu starten?
Oder kann man da vielleicht wie so oft irgendetwas herumbasteln das dies möglich ist?
p3t3r
21.06.2007, 11:58
Wie viel Linux unter BREW steckt, weiß (zumindestens nach einer ersten Google-Orgie) keiner. Zudem ist BREW sehr restriktiv, soll heißen, dass es ziemlich schwer sein dürfte, durch die BREW-Schicht auf das Linux hindurchzudringen oder ähnliches - man bräuchte immer erst mal eine Lizenz, um selbstprogrammierte BREW-Applikationen auf dem Handy laufen zu lassen.
Ferner würde es auch sehr schwer sein, auf Qualcomms MSM6250(A) dann einen eigenen Kernel zum laufen zu bekommen, ich weiß nicht, ob Qualcomm/BQS überhaupt (sofern BREW tatsächlich auf einem Linux-kernel läuft, die Quelle für diese Behauptung ist Mobile-Review.com (http://www.mobile-review.com/review/siemens-sxg75-pre-en.shtml)) irgendwelchen Quellcode offengelegt haben (sollte da tatsächlich ein Linux werkeln, wäre es ein Fall für GPL-Violations.org)-- Reverse-Engineering wäre nötig.
Und dafür brauchst du dann keine Programmieranfänger, sondern Leute, die damit Erfahrung haben und sich da durchquälen.
Ist also ein reichlich unrealistisches Szenario.
(Wenn du ein Siemens-Gerät mit Linux betreiben willst, musst du dir ein SX1 zulegen. (http://handhelds.org/moin/moin.cgi/SiemensSX1))
MINIMALIST
21.06.2007, 12:20
Zu Linux in Handys
Ende der 1990er Jahre und auch Anfangs der 2000er Jahre hatten die Mobiltelefone meistens ein beschränktes Funktionsangebot. Nur Telefonieren, eventuell Kalender oder WAP-Browser, sonst nicht viel. Für diesen Funktionsumfang entwickelten Handyhersteller wie Nokia meistens eigene Softwarelösungen oder kauften kommerzielle Software von spezialisierten Softwarefirmen ein. Es ist natürlich möglich dass sich darunter auch Linux bzw. Unix-Code befinden. Jedoch ist das Handy als geschlossenes System konzipiert, d.h. man kann nicht mit einfachen Mitteln Software-Funktionen ändern oder gar ein anderes Betriebssystem installieren. Dazu ist eine umfangreiche Workstation mit Messgeräten und einigen PC's um einige Linux-Codezeilen für das Handy umzuschreiben und zu testen.
Inzwischen hat sich der funktionale Umfang der Mobiltelefone erweitert und die Hardwarekosten fallen durch hohe Stückzahlen in den Keller. Ein Smartphone ist schon ab 100 EUR zu haben.
Hier bei den Smartphones beobachten wir dasselbe wie bei Windows-PC's eine ähnliche Entwicklung. Während früher die PC's fast nur mit Windows betrieben wurden, zerbröckelt die Macht der Monopolisten etwas, weil ungefähr 20% der PC's mit anderen Betriebssystemen wie Apple, Linux, Unix laufen. Das sind Systeme dessen Programmcode anders als bei Microsoft zugänglich ist, was gerade für Softwareentwickler attraktiv ist und es fallen auch geringere/keine Lizenzgebühren an.
Brew z.B. ist ein Linux/Unix-Derivat von Quälcomm. Symbian ein anderes Betriebssystem, das von Nokia stark forciert wurde. Symbian verlangt geringere Lizenzkosten als Brew. Kein Wunder, findet man viel mehr Symbian-Software als Brew. Ich wollte aus Spass irgendeine Brew-Software für mein EF81 installieren - fand aber keine einzige! Und etwas selber zu schreiben war mir angesicht der hohen Gebühren zu blöd.
Bei Nokia ist es so, wenn man eine Software für Symbian 9.2 erstellt hat, kann man es nicht nur im N95, sondern auch in anderen Symbian 9.2 Phones bis hin zur Mittelklasse nutzen (Nokia 6110, 6120, 6290). Java-Software gehen auch, sind aber nicht direkt mit dem Symbian-Betriebssystem oder Hardware verbunden, sondern über ein Emulator. Ich habe z.B. einen LCG Jukebox Mediaplayer, eine reine Symbian 9.2 Software, die kann die Lautstärke feiner regulieren als ein normaler Java Media Player.
Dann haben wir Motorola, der in letzter Zeit vermehrt und fast ausschliesslich Linux für ihre neuesten Handys einsetzt, einerseits um natürlich Lizenzgebühren zu sparen, andererseits um die Hardware besser anzusprechen.
Die Motorola Handies wie KRZR oder Z6 laufen mit einer Linux-Eigenentwicklung. Und zwar geschlossen. Man kann nicht selber Software darauf installieren ausser man hat das nötige Hackwerkzeug dabei und hat Informatik-Kenntnisse.
Opensource ist sehr stark in Schwellen- und Entwicklungsländer verbreitet, weil dort die Kosten für Mobiltelefone tief bleiben müssen, will man Kunden gewinnen.
Mit dem Jahr 2005 haben sich die Anstrengungen in Richtung von unixartigen Betriebssystemen für Mobiltelefone verstärkt. Nicht länger möchte Nokia oder Motorola nur mit einigen wenigen hausinternen Informatiker das Betriebssystem für neue Geräte entwickeln, sondern zählt auf eine internationalen Zusammenarbeit und legt dazu das Programmcode offen. Somit lassen sich viele Qualitätsprobleme schneller beseitigen und Softwarefehler werden früher erkannt (Vier Augen sehen mehr als zwei Augen). Es ist auch ein Paradigmawechsel. Nicht mehr länger wird zuerst eine Hardware hergestellt und die Software dazu geschrieben. Jetzt steht ein bestimmtes Betriebssystem im Vordergrund, an dem sich die Hardwarehersteller orientieren müssen. Nicht mehr kocht jeder Handyhersteller mit einem eigenen Betriebssystem das eigene Süppchen, sondern gibt die Software-Entwicklung an eine internationale Gemeinschaft ab.
Motorola und Sony Ericsson haben schon begonnen, Hardware für andere Betriebssysteme wie Symbian zu produzieren (z.B. Z8 ist ein Symbian Phone, oder SE mit P1, M600, ...).
Qtopia ist ein Linux-Betriebssystem, das man z.B. beim Siemens SX1 einsetzen kann, ein anderes Projekt ist Openmoko, ein Linux-Betriebssystem, das spezifisch für ein Touchscreen-Handy mit GPS entwickelt wird -- sozusagen eine Antwort auf Apples iPhone, für die Apple OSX-Code verwendet hat.
Bei diesen drei Betriebssystemen Qtopia, Openmoko, OSX ist es relativ einfach, das Betriebssystem für die eigene Bedürfnisse zu modden und zu patchen. Speziell beim iPhone erwarte ich neue Webseiten mit Tuning- und Gaming-Anleitungen.