Da es im Handy-Bereich ja momentan etwas ruhiger zugeht, lasst uns zwischendurch doch mal einen Forum-Kanzler wählen:
Jeder hat 1 Stimme
Wahlberechtigt sind alle User (auch unter 18 Jahren! – das ist echte Demokratie)
Das Wahlgeheimnis ist gewahrt (inwieweit AK Eure Posts – wie sonst auch üblich – an den Verfassungsschutz weiterleitet, kann ich momentan nicht abschätzen... ;) )
Diese Wahl endet am 31.08.2005 (mein Vorschlag: der Parteivorsitzende des Wahlsiegers bekommt einen FreeAccount im Modopo-Forum)
Bei fast 5.000 Usern sollte es doch ein Leichtes sein, eine repräsentative Umfrage zu erstellen. Vielleicht schaffen wir es ja bis ins "ZDF Politbarometer"...
Die Regeln: es kann abgestimmt und nach Herzenslust über Politik diskutiert werden. Persönliche Beleidigungen (von Usern und/oder Politikern) sowie radikale Inhalte sind verboten.
Da es in der Politik bekanntermaßen oft heiß hergeht, sollte bei Diskussionen zumindest Bundestagsniveau gewahrt werden – ähm, damit wäre ja dann fast alles erlaubt... :oops:
Informationen zu den großen Parteien gibt es hier:
Bündnis 90/Die Grünen (http://www.gruene.de/) | CDU (http://www.cdu.de/) | CSU (http://www.csu.de/) | FDP (http://www.fdp.de/) | PDS (http://www.pds-online.de/) | SPD (http://www.spd.de/)
Viel Spaß!
Eure Wahlforschungsgruppe Modopo
(Schirmherrin der Wahl ist Sabrina (http://forum.modopo.com/member.php?u=1357))
earthquake
23.04.2005, 16:31
nach der Riesenmissere der Rot-Grünen Regierung werde ich meine Stimme bei der nächsten Wahl CDU/CSU geben!
So tief wie jetzt war Deutschland das letzte mal 1930 und ich denke jeder weiß was 3 Jahre später abgegangen ist :down:
hilmi01
23.04.2005, 22:05
Die Wahlbeteiligung liegt derzeit bei 0,31% :shock: - geht doch mal wählen!
madmax
23.04.2005, 22:26
sieht ja momentan nicht so gut aus für schrödi und co.
wirklich alternativen gibt es aber auch nicht, also sucht man sich das kleinste übel :(
hilmi01
23.04.2005, 23:24
Gefunden auf der SPD-Webseite (siehe Anhang).
Wenn man das so liest, dann könnte man meinen, wir leben im Paradies.
Thema Krankenversicherung, Zitat SPD: "Die Union will, dass die Krankenschwester denselben Beitrag wie der Chefarzt zahlt".
Na und, ist das beim Autokauf, an der Tankstelle oder beim Bäcker denn etwa anders? :rolleyes:
Herrlich, diese Sozis...
madmax
23.04.2005, 23:35
Wenn man das so liest, dann könnte man meinen, wir leben im Paradies.
Oder die leute die sowas verfassen leben im paradies,
und gehen davon aus, dass die breite masse (das volk) genauso lebt
die leute die sowas verzapfen leiden meiner meinung nach an realitätsverlust,
ist aber leider nicht an eine partei gebunden :(
hilmi01
23.04.2005, 23:40
Noch ein politischer Kalauer (leider gar nicht lustig): Stell Dir vor, Du wählst Grün (= ehemals eine Partei mit überaus pazifistischer Grundeinstellung), und dann passiert das (http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID4263754,00.html)...
madmax
23.04.2005, 23:58
wenn man da mitspielen will, kann man sich eben keine ideale leisten
ist aber kein spiel, also kommen wir wieder zum realitätsverlust
jetzt aber im ernst, handies sind gesundheitschädlich (real)
wie soll sich ein grüner bzw. jemand der grün wählen würde,
sich hierher verirren ??
Andre
24.04.2005, 01:18
um hierbei nochmal auf den Realitätsverlust zurück zukommen:Handys schaden der Gesundheit nicht (http://www.xonio.com/news/news_12139726.html) ;)
yostoff
24.04.2005, 02:58
Nur mal so aus Neugier: Wo steht denn NDP:mrgreen::?: Nicht das ich die wählen würde, aber es ist ja eine Partei die immer grösser wird.
flammenbringer
24.04.2005, 08:10
Da die Wähler der Union hier in der Mehrheit sind, will ich all jenen, die nicht für die Schwarzen gestimmt haben, den Grund mitteilen, weshalb konservative Parteien so erfolgreich sind: Sie haben die besseren Wahlkampflieder (http://www.uni-trier.de/uni/rcds/downloads/cdusong.mp3). ;)
Servus
flammenbringer
-CSU-Wähler
madmax
24.04.2005, 09:14
um hierbei nochmal auf den Realitätsverlust zurück zukommen:Handys schaden der Gesundheit nicht (http://www.xonio.com/news/news_12139726.html) ;)
nur um das klar zu stellen, ich glaube das nicht, sondern die anderen :mrgreen:
nur ein weiteres beispiel für den verlust ...
oder wie wäre es mit : gegen sendemasten protestieren, aber selber diese teufelsdinger benutzen :-? (handies)
Satai
24.04.2005, 09:39
Ehrlich gesagt, kann ich keine Partei mehr wählen. Die können alle nichts. Wer glaubt, dass es durch eine CDU-Regierung besser wird, der läßt sich von denen voll einlullen. Allerdings wird es mit der SPD auch nichts. Das ist ja das ganze Drama unserer Demokratie, man will nur an der Macht bleiben oder an die Macht kommen.
Ich will einen Kaiser, der keine Kriege will und der fair zu seinen Untertanen ist. Ich stelle mich zur Verfügung. :-D
hilmi01
24.04.2005, 12:27
Nur mal so aus Neugier: Wo steht denn NDP :mrgreen::?: Nicht das ich die wählen würde, aber es ist ja eine Partei die immer grösser wird.
... unter "Andere".
Wer glaubt, dass es durch eine CDU-Regierung besser wird, der läßt sich von denen voll einlullen.
Schon möglich, aber dann wir hätten mal 'ne attraktive Kanzlerin... (siehe Anhang) :lol:
KingJezuzPie
24.04.2005, 15:24
Nun ja, im Grunde macht es nicht viel Unterschied, wen man denn wählt. Ich wäre ja für eine kleine Partei, aber das sind verschenkte Stimmen.
Die NPD wäre im Grunde eine nette Alternative, nur sind die dummerweise zu radikal rechts inklusive der dazugehörigen Wahnvorstellungen; schade eigentlich.
Also bleiben im Endeffekt doch nur noch die vier großen. Von den Grünen habe ich bislang noch am wenigsten gehalten, also scheidet das Bündnis als erster aus.
Die SPD bildet mit den Grünen eine Koalition. Dafür gibts Punktabzug! Gefallen hat mir allerdings die Haltung zum Irakkrieg und dass die Regierung zusammen mit den Franzosen Unterstüzung verweigert haben. Deutschland lehnt sich gegen seinen großen Bruder auf? Wow! Aber irgendwie lasse ich mich zu sehr mitreißen von der negativen Stimmung gegen die SPD, von daher gibts auch an dieser Stelle keine Stimme.
Schwarzblau hat ganz einfach zu konservative Einstellung und die Haltung zum Irakkrieg hat mir auch nicht wirklich gefallen. Allerdings war es quasi ihre Pflicht als Oppositition. Trotzdem auch hier wieder keine Stimme.
Die FDP ist die schwächste Partei im Bundestag und hat eigentlich keine besonders guten Schlagzeilen gemacht in letzter Zeit. Zumindest haben Aktionen à la "Guidos Spaßmobil" aufgehört. Als liberale Partei sind sie im Grunde eine wirkliche Alternative und auch wenn manche sagen mögen, es sei eine verschenkte Stimme, würde ich FDP wählen.
hilmi01
24.04.2005, 21:01
Nun ja, im Grunde macht es nicht viel Unterschied, wen man denn wählt
:shock:
Wer mal testen will, welche Partei ihm wirklich nahe steht (Wahl-O-Mat):
"Wahl-O-Mat Thüringen" gibt's bestimmt vor der nächsten Landtagswahl. Und dann findest Du es hier (http://www.bpb.de/methodik/8LU994,0,0,%DCber_den_WahlOMat.html).
Bredesign
25.04.2005, 06:42
Tja.
Besser wird es wohl im Moment kaum werden.
Auch unter der CDU/CSU nicht.
Ich denke aber, dass diese Parteien wenigstens einen klareren Geradeaus-Kurs einhalten werden und Ihre Konzepte konsequent durchsetzen werden.
So wird wenigstens mittelfristig eine Besserung einsetzen können.
Dieses ewige hin und her momentan und die ständigen Kompromisse (wir müssen an die Gewerkschaften denken, wir müssen an die Grünen als Partner denken, wir müssen an den Bundesrat denken, ...) führt nur zu Wischiwaschi Maßnahmen, die keinen wirklich voranbringen.
Deshalb muss meiner Meinung nach einfach ein Wechsel her, der einen klare Linie bringt.
Auch wenn es kurzfristig sicher für die breite Masse noch schwerer werden wird.
Mittel- und langfristig wird es helfen.
Und ich habe einen Sohn, dem ich gerne eine Zukunft in diesem Land bieten möchte.
Ich lebe nämlich gern hier und möchte , dass er das auch mal sagen kann.
Andre
25.04.2005, 10:22
@ vmaxy202 Genau die meinte ich auch :)
Stichwort Landtag
Immer mehr Gesetze werden zustimmungspflichtig und müssen, wenn Sie aus dem Bundestag kommen erstmal noch durch den Landtag gequält werden. Da aber die SPD/Grüne im Bundestag am Hebel sitzten und CDU/CSU in den Landtagen, blockieren sich diese gegenseitig. Es werden dann soviele Kompromisse gemacht, so dass ein klares Gesetz fast wirkungslos und undurchsichtig wird.
Daher brauchen wir eine klare Linie in Dtl. und Abwechslung. Rot/Grün hatten ihre Chancen, nun sind mal andere dran. Ob die's unbedingt besser können, wird sich zeigen, aber viel schlechter kann's ja kaum noch werden.
Ich bin daher für CDU/CSU. U.a. auch wegen solchen Artikel:
http://portale.web.de/Schlagzeilen/EU/msg/5783996/
Mir Fällt nix ein
25.04.2005, 11:24
ich werd nicht wählen gehen weil mir meine Zeit dafür zu schade ist. Es ist doch egal wen man wählt die machen doch alle den gleichen Mist. Nehmts den armen und stekts den Reichen in den ... damit die noch reicher werden. Hauptsache der eigene Ruhestand ist gesichert.
Sorry aber Poltiker sind alles korrupte Säcke denen ich alles zu traue ausser zu arbeiten.
Wie wäre es mal mit einführung einer Stechuhr im Bundestag und Bazahlung nur nach Stunden der anwesenheit. bei sagen wir großzügig 25€/Std.
Und egal wen man wählt die anderen werden sowieso wieder Blockade machen wie die CDU jetzt auch.
Und selber Politik machen ist nicht. ich hab Ideeen die Deutschland vorranbringen und das ist ja in der alten SAck politik die die da oben treiben nicht möglich. ich würde warscheinlich gehängt, gevierteilt, zerhackt, den Schweinen zum Fraß vorgeworfen und danach zu Mett verarbeitet werden.
Wenn ich wählen würde dann nur die Blauen. Die sind für Notbiersäulen an allen Autobahnen, weil 80% aller Vekehrsunfälle werden von Autofahrern begangen die total nüchtern sind. SO könnte man die unfallrate um 80% drücken :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Just my 2 cents
Ostseemausi
25.04.2005, 11:31
Na das ist ne Einstellung! Alles kritisieren und sich davor drücken, selber was in die Hand zu nehmen. Wenn alle so denken?! Im Sessel sitzen und alles schlecht machen, ist ziemlich einfach. Es steht jedem frei, selber in die Politik zu gehen. Ob man was bewirken kann, sei dahingestellt. Aber bevor ich nichts versucht habe, kann ich auch nicht sagen, dass mich jeder schlachten würde. So kann man es sich einfach machen... :roll:
Mir Fällt nix ein
25.04.2005, 11:37
mit dem Schlachten mein ich die Lobbies. die sind doch an der Macht nicht die Politiker. Die bekommen doch nur die Worte in den Mund gelegt. Ich würde ja gerne was machen nur ich weis das es nichts bringen wird. In die Politik kommt man nur als Korruptes Ding. Das einzige was was bringen kann ist die Komunal Ebene. auf Bundesebene ist alles verlohren ich sag nur Zypris (Lauschangriff, Urheberrecht etc.)
Wir bräuchten eine Regierung wie in Japan die sich auch mal prügeln. würde wenigstens ein bischen spass bringen. Schroeder mit Blauem Auge...
dann würde Wahlkapf eine neue Bedeutung bekommen
Ostseemausi
25.04.2005, 11:39
Versuch macht kluch. :wink:
Sabrina
25.04.2005, 11:44
Stimmt.
In der Berufsschule hatten wir Politik bei einem total zerstreuten Prof.
Wir haben gemotzt und gemeckert und er meinte, wir sollen aufhören und selbst was ändern, sonst hätten wir kein Recht uns zu beschweren.
Ich seh das aber ähnlich wie mein Vorredner:
Wir hängen so tief im Mist, selbst wenn man tolle Ideen hat unseren Staat wieder auf Vordermann zu bringen, so sehen wir alle nur die Spitze des Eisberges.
Meine Befürchtung ist: die Parteien, die versuchen die jeweils regierende abzulösen, haben vielleicht tatsächlich die "besten" Absichten *hüstel - jedenfalls VOR den Wahlen*.
Nur, dann schaffts mans an die Macht und bekommt den vollen Einblick und stellt fest: Mist, der Karren steckt tiefer im Dreck als gedacht - da kommen wir so nicht raus.
Also - gehts weiter wie bisher - Schadensbegrenzung fürs Land und das beste für sich selbst draus machen....
Mir Fällt nix ein
25.04.2005, 12:43
Genau. jeder versucht an die Macht zu kommen. Jede tolle Idee wird von der Oppusition gestoppt mit der Begründung ... Kann man nicht bezahlen, ist zu viel AUfwand etc. und wenn die dann selber an der Macht sind kommt der selbe vorschalg und wieder wird geblockt mit den selben Begründungen.
Vorschläge die mal umgesetzt werden sollten
Wenn einen Firma Gewinn macht darf man keine Leute entlassen.
Stuerentlasstung bei wenigverdienenden Singles/Familien
Stuererhöhung für reiche, vielverdienende Singles
Einführung eines Mindeststeuersatzes für Firmen damit die nicht alles absetzten können.
Abschaffung des Steurwirrwars. bsp: Benzin: MwSt. ÖkoSt. Mineralölst. (hab ich was vergessen?)
Ein etwas gewagter vorschlag
Alle Steuern für den Arbeiter abschaffen nur noch Mwst. und die in 3 oder 4 stufen
Grundnahrungsmittel (Milche Eier Brot etc.) bei 7% lassen
Leichter Luxus (Alcohol bis 15% und Kleinwagen bis 10000€ Neupreis) bei 16%
Luxus bei 30% (Autos ab 10k€ Alkoholische Getränke über 5€/Liter oder über 15% Alc. Kaviar etc.)
Dann würde es den kleinen Leuten viel besser gehen ud die Wirtschaft würde richtig angekurbelt werden...
Keyser Soze
25.04.2005, 14:43
bin mal gespannt, ob die Anarchistische-Pogo-Partei Deutschlands nochmal irgendwann wieder antritt :D
Sabrina
25.04.2005, 15:03
Irgendwo hab ich mal die Partei der Arbeitslosen und Autofahrer gesehen :shock:
hilmi01
25.04.2005, 16:15
Irgendwo hab ich mal die Partei der Arbeitslosen (...) gesehen :shock:
Die heißen jetzt SPD :down:
Sabrina
25.04.2005, 16:54
:lol:
Naja - so in der Art *gg*
Da schau ich mir unsere Grünen-Freunde an, die sagen, der Liter Sprit kann ruhig 5 € kosten und das, wo wenn man arbeitssuchend ist und ein Auto hat, von einem erwartet wird, flexibel zu sein und ein Auto zu haben... :roll:
(Anmerkung: 1 l Super : 1,21 € :shock: :shock: :shock: )
Was unsere Herren Politiker oftmals vergessen ist, dass nicht jeder von seinem Arbeitgeber einen Dienstwagen mit Chauffeuer und vollem Tank vor die Tür gestellt wird.
Das schlimme ist ja wenn man bedenkt, WER das zahlt - wir:roll:
Auch wenn die Beamten das hier nicht gerne hören, aber ich wäre strikt dafür, dass auch Beamte und Politiker ihren Rentenbeitrag zahlen.
Auf eine solche Diskussion mit einem Beamten bekam ich mal zu hören: "Ja aber...dann müsste man aber das Brutto anheben, weil, sonst bleibt mir ja nur so wenig über wie...."
- ich war dann mal so frei den Satz zu vollenden: ...soviel wie ich netto habe, jawohl. Mir zahlt auch keiner die Rente und mir erhöht auch keiner das Brutto, weil wir ja soooo viele Abzüge haben und uns netto nix übrig bleibt...
Das löste doch glatt Unverständnis aus :lol:
misterjws
25.04.2005, 17:55
Generell sind die Vorschläge von "Mir fällt nix ein" dem Spruch zuzuordnen: "Nomen est Omen". Sorry, aber den Firmen zu verbieten, Leute zu entlassen, wenn sie Gewinn machen, ist purer Blödsinn. Erstens benötigt man einen nicht unerheblichen Teil des Gewinns zum Inverstieren und zweitens macht man im Folgejahr ganz schnell einen herben Verlust, wenn man die Personalstruktur nicht den wirtschaftlichen Verhältnissen anpasst. Das einzige, was sinnvoll wäre, wäre, die Vorstandsgehälter zu kürzen, da diese oft in keinem Verhältnis zur geleisteten Arbeit stehen.
Würde man eine Luxussteuer für teurere PKW einführen, würde die Nachfrage einbrechen, was zu einem nicht unerheblichen Arbeitsplatzverlust und somit wieder zu Armut führen würde.
Steuern sind der falsche Weg, durch eine bessere Einkommensverteilung kann man höchstens den Wohlstand ärmerer Menschen verbessern (Makroökonomie)
Außerdem ist eine leistungsgerechte Bezahlung essentiell, viele Akademiker konnten erst nach Abitur und 5-jährigem Studium Geld verdienen, während sehr viele Arbeiter schon nach der zehnten Klasse und 3-jähriger Lehre/Ausbildung in's Berufsleben starten konnten. Wer studiert noch und arbeitet teilweise 10 Std/Tag, (Mediziner, Unternehmer, Abteilungsleiter...), wenn er nur noch so viel verdient wie ein Arbeiter?
Sly
26.04.2005, 01:17
Wer war das hier im Thread, der nicht wählen gehen will? Ich würde allein schon deshalb wählen gehen, damit keine radikale Partei zuviele Stimmen bekommt. Genau das würde nämlich passieren, wenn es allen am Ársch vorbeigehen würde. Ich darf leider nicht wählen. Weder auf Bundes-, Landes- noch auf Kommunalebene, obwohl hier geboren, weil ich keine EU-Staatsbürgerschaft habe.
Bei der NRW-Landtagswahl würde ich wohl grün wählen. Gegen die CDU spricht für mich als Studenten die Einführung der Studiengebühr für das Erststudium. Natürlich weiß man nicht, ob rot oder grün ihr Wort halten werden, aber zumindest hat man da die Hoffnung, dass es nicht sofort eingeführt wird. Laut NRW-Wahlomat habe ich übrigens die meisten Übereinstimmungen mit der SPD, dann mit den Grünen, dann CDU und am wenigsten mit der FDP.
(Ach ja, in AUT würde ich auch die Grünen oder die SPÖ wählen. Mit der ÖVP könnte ich mich evtl. noch anfreunden, aber FPÖ und BZÖ?!? :down: )
hilmi01
26.04.2005, 09:34
Ich darf leider nicht wählen. Weder auf Bundes-, Landes- noch auf Kommunalebene, obwohl hier geboren, weil ich keine EU-Staatsbürgerschaft habe.
Und, wie ist es Dir ergangen: aufgeregt, nervös, schweißnasse Finger vor Deiner ersten großen Wahl - Du hast doch abgestimmt, oder? Hier darfst Du das, bislang nutzen es aber noch zu wenig.
GEHT DOCH MAL IN DIE WAHLKABINE, LEUTE :!:
Keyser Soze
26.04.2005, 09:48
repräsentativ wird diese Umfrage eh nie werden, da sie die Wählergruppe hier zu 90% männlich und sehr technikinteressiert ist ;)
benj9
26.04.2005, 09:54
Also ich wundere mich, wie bestürzend repräsentativ sie ist, in Anbetracht der besonderen Zielgruppe :-k
Sly
26.04.2005, 10:13
Hilmi, ich war schon ziemlich aufgeregt. Hab auch dauernd geschaut, dass mir keiner über die Schultern guckt beim Klicken. Die Wahlbeobachter sind nämlich überall...
Aber der Andreas hat schon recht. Repräsentativ wirds wohl nie werden. Zumal selbst das Klicken für viele wohl zu lästig ist...
hilmi01
26.04.2005, 22:03
Die Wahlbeteiligung liegt bei gerade mal 1,24% - liegt das am schlechten Wetter, dass hier niemand abstimmen geht... :?: :roll:
Büffel
26.04.2005, 22:21
So bin meiner Bürgerpflicht jetzt auch nachgekommen,und hab den liberalen mein virtuelles Kreuz geschenkt. Ich denke zwar mit grauen an den letzten Bundestagswahlkampf zurück (Spaßmobil,BB auftritt etc...) aber mir fällt ehrlich gesagt nichts besseres ein!:roll:
Rot/Grün hat nunmal mit Ihrer Politik versagt,zumal man bei den Grünen ja im Grunde nicht einmal weiß wen man da wählt,Realos oder Fundis...?!
Mit CDU/CSU kann ich irgendwie gar nicht warm werden,weder mit der Merkel,dem Stoiber noch mit so Vögeln wie Friedrich Merx!:-&
Also bleiben für mich eigentlich nur die Wendehälse der FDP.:no:
Was das nicht wählen angeht muß ich Sly recht geben,wer wählen geht wählt vieleicht die falschen, aber wer nicht wählen geht,wählt auf jeden Fall die falschen...!
madmax
26.04.2005, 22:21
Mönsch Hilmi, sind doch noch fast 4 Monate Zeit ...
hilmi01
27.04.2005, 11:37
Stimmt, hab ich ganz vergessen. Bin halt so aufgeregt... 8-[ ;-)
misterjws
27.04.2005, 13:19
Naja, Hauptsache ist ja, dass die PDS und die Rechten keine Stimmen bekommen, mit den anderen Parteien liegt man im Grunde genommen nicht wirklich falsch;-)- sind ja alle demokratisch und haben im Großen und Ganzen ja eine ziemlich ähnliche Meinung...
Sabrina
27.04.2005, 13:54
Also, meine persönliche Meinung ist ja, dass die aufhören sollten, sich um Kleinigkeiten zu zoffen, nur um die eigenen Ansichten zu vertreten.
Warum fangen die nicht an das zu tun, wofür sie bezahlt werden?
Für Deutschland gemeinsam das Beste rauszuholen???
:roll:
hilmi01
27.04.2005, 13:57
Warum fangen die nicht an das zu tun, wofür sie bezahlt werden?
Für Deutschland gemeinsam das Beste rauszuholen???
Liegt vielleicht am Selbstverständnis des Berufes Politiker: "Ich bin Deutschland". Also tun sie ja schon ihren Job... :(
misterjws
27.04.2005, 13:57
Das frag' ich mich auch..man müsste die Politiker nach Leistung bezahlen, je mehr für Deutschland erreicht wird (Stabilitätspakt, Wirtschaftswachstum..), desto höher die Diäten..
Sabrina
27.04.2005, 14:07
Vor allem - benötigen wir tatsächlich sooo viele Politiker, wie wir momentan haben?
Und - wie kann es sein, dass die Minister untereinander die Ressorts wechseln können? Entweder, ich hab von was Ahnung oder eben nicht!
Ich kann doch nicht heute Familien- und morgen Verkehrsminister sein :shock:
Wenn unsere Politiker nach Leistung bezahlt würden, dann hätte kaum einer von ihnen bisher einen nennenswerten Rentenanspruch und die Diäten wären auch schon längere Jahr nicht mehr erhöht worden...
Was soll denn das? Es kann doch nicht angehen, dass wenn minus eingefahren wird, sich die hohen Herren ihre Gehälter selbst (!) erhöhen können!
Das funktioniert in keinem Wirtschaftsbetrieb!
Und - jeder weiss, Geld was ich nicht habe, kann ich nicht ausgeben - bzw. der Kredit muss zu meinem Rückzahlungsvermögen passen.
Unsere Regierung macht aber von allem das Gegenteil.
Der Hammer ist - auf Anfrage bei den Parteien kommt zurück:
Der Job als Politiker ist nicht so attraktiv - daher die hohe Bezahlung....
...ein paar Reihen weiter unten steht dann:...
...daher müssen die Wähler/das Volk den Gürtel enger schnallen...
HALLO? GEHTS NOCH?
WIR sollen den Gürtel enger schnallen, während die Leute, die nicht fähig sind unsere Steuern zu verwalten sich "attraktive" Gehälter zulegen???
Ich mein - ok - ich werd ja auch nicht für meine Arbeitskraft bezahlt, sondern damit mein Job "attraktiver" ist :shock: :shock: :shock:
misterjws
27.04.2005, 14:16
Die bedienen sich wie die Herren in den Vorstandsetagen großer deutscher Unternehmen. Siehe Jürgen Schrempp u.a. Dessen Gehalt ist trotz rückläufiger Unternehmensgewinne und Personalabbaus stetig gestiegen. Gerade heute habe ich gehört, dass wiedermal ein Vorstand (war es eine Krankenkasse?) sein Gehalt von 70.000 EUR/Jahr auf 210.000 EUR/Jahr erhöht hat. Das sind 300%! und steht mit Sicherheit in keinem Verhältnis zur mehr geleisteten Arbeit :(
benj9
27.04.2005, 14:24
Also ich muss mal eines sagen: zu erwarten, dass die Politiker in unserem Sinne handeln, habe ich mir längst abgewöhnt. Das ist doch kein Querschnitt durch die Bevölerung, sondern ein ganz spezieller Menschentyp, der folgendes gut kann:
- den Leuten PR-wirksam erzählen, was sie hören wollen (gute Rhetoriker). Dabei gehts weniger um die Taten, als um die Worte.
- genug Ellenbogen und Machtbedürfnis haben, um sich in den Parteienhierarchien langsam aber sicher hochzuboxen.
- eine Lobby im Rücken haben, die seinen Aufstieg finanziert, und der er dann verpflichtet ist
Wenn in dieser Menschengruppe mal jemand dabei ist, der altruistisch zum Wohle aller handelt, ist das reiner Zufall.
Ich bin ein bisschen durch die Welt gereist ne zeitlang. Obwohl das Wetter hier shice ist, ist das System hier - unterm Strich, was politische Hygiene und Korruption angeht - zwar auch betroffen, aber weltweit noch eines der kleineren Übel.
Im Zuge der Wirtschaftskrise der letzten Jahre wurden ja alle gebeten, den Gürtel enger zu schnallen. Inzwischen ist die Krise eigentlich vorbei, trotzdem wird das Argument immer weiter benutzt, um Gehälter einzufrieren oder Leute zu entlassen, das kotzt mich an. Zum Glück wird das grade auch wieder zum Thema in der Politik.
Trotzdem verstehe ich auch nicht diese ausgesprochene Dummheit der Politiker und Vorstände, selbst immer so dick zuzulangen. Bei deren Gehältern sind doch ein paar tausend Euro mehr oder weniger völlig egal. Gleichzeitig untergraben die damit extrem ihre Glaubwürdigkeit und fügen dem gesellschaftspolitischen Konsens ernsten Schaden zu.
Etwas Schiss habe ich jetzt bei der großen Koaltition in SH. Für das Landeswohl ist es sicherlich gut. Aber ich hoffe, dass es auf Bundesebene nie dazu kommt. Wenn es nur noch Mitte, keine Opposition mehr gibt, werden die Stammtischwähler wieder zu den Extremparteien laufen :cry:
PS: was sind die Alternativen?
Purer Kapitalismus wie in den USA: dort kann sich die Unterklasse keine Krankenversicherungen mehr leisten, niemand kümmerts.
Kommunismus: wurde ja leider nie ausprobiert, sondern sofort durch ein ebenfalls faschistoides System ersetzt. Würde aber wohl auch nicht funktionieren, da niemand sich den A-rsch aufreißt, wenn alle das gleiche Geld kriegen. Tja. Bleibt nur irgendein Kompromiss.
hilmi01
27.04.2005, 15:55
Purer Kapitalismus wie in den USA: dort kann sich die Unterklasse keine Krankenversicherungen mehr leisten, niemand kümmerts.
Das kann sich hier in wenigen Jahren auch niemand mehr leisten - aber bei uns ist es noch Besorgnis erregender: niemand kümmert's, obwohl es alle wissen... :shock:
benj9
27.04.2005, 16:02
Jo! Es ist so lächerlich: Angestellte werden wie vor 100 Jahren (unterhalb einer Einkommensgrenze) gezwungen, sich zu versichern.
Damit werden sie ja entmündigt, weil andere (gutverdienende und Freiberufler) wird ja zugetraut, selbst für sich zu sorgen.
Dabei kenne ich persönlich einige "Freiberufler" und Lebenskünstler, die sich nicht mehr Krankenversichern, weil sie einfach keine Knete dafür haben.
Und niemand schert's.
Niemand geht an die Pharma-Lobby ran, die im Gegensatz zum EU-Ausland massive Hochpreispolitik bei uns macht. Stattdessen wird das Problem wie immer auf dem Rücken der Unter- und Mittelklasse ausgetragen durch Beitragserhöhung ausgetragen.
Schröder kotzt mich an. Das ist nicht das Problem. Das Problem ist, es gibt keine Alternative :cry:
Sabrina
27.04.2005, 17:28
Im Bekanntenkreis gibt es jemanden, der immer Selbstständig war und nie in eine private Rente eingezahlt hat.
Jetzt ist er im Rentenalter und bekommt eine Mindestrente, die weder zum Leben noch zum Sterben langt.
Wir haben so ein ausgeprägtes soziales Netz (im Gegensatz zu unseren Freunden in den USA) - man sollte auch Freiberufler da mit reinnehmen.
Und Beamte sollten auch normal Steuern zahlen (die bekommen an anderen Stellen genug Vergünstigungen: z.B. B-Tarif bei Versicherungen usw.)
(Ja, ich weiss, ich mach mir grad Feinde unter den Beamten - aber, damit kann ich leben, weil - ICH finanziere EURE Rente/Pension mit - und dafür steht mir zumindest eine öffentliche Meinung zu :lol: )
hilmi01
27.04.2005, 17:35
Im Bekanntenkreis gibt es jemanden, der immer Selbstständig war und nie in eine private Rente eingezahlt hat.
Jetzt ist er im Rentenalter und bekommt eine Mindestrente, die weder zum Leben noch zum Sterben langt.
Wir haben so ein ausgeprägtes soziales Netz (im Gegensatz zu unseren Freunden in den USA) - man sollte auch Freiberufler da mit reinnehmen.
Besser, niemand zahlt mehr in dieses marode System ein. Die demografische Entwicklung und die sich daraus ergebenenden Probleme sind für die nächsten Jahre vorgegeben.
Ich empfehle jedem zur Lektüre: Bernd W. Klöckner - Die gierige Generation
Sabrina
27.04.2005, 17:39
Dann bleibt aber nur: Jeder kommt für sich selbst auf...
btw. man sagt immer, die Rentner haben so hohe Renten - dass trifft aber auch nicht auf jeden zu!
benj9
27.04.2005, 18:10
Nein, viele Rentner rangieren mit unwürdig wenig Geld.
Sabrina
27.04.2005, 18:13
Nimm mal ein Rentner-Ehepaar.
Beide haben jahrelang geschuftet und in die Rentenkasse eingezahlt.
Der Mann stirbt.
Jetzt ist es nicht etwa so, dass die Witwe denn beide Renten bekommt, sondern: tadaaaaaaaaaaa:
Die Rente ihres Gatten wird "mit angerechnet". Was übrig bleibt, ist max 1/4tel (in diesem spez. Fall) der Rente des Verstorbenen. :shock:
Hey, das kann doch wohl wirklich nicht wahr sein, oder??
Dieses Jahr gabs wieder eine Null-Runde für Rentner (zumindest war es im Gespräch, was bei solch negativen Ereignissen ja mittlerweile fast immer zur stillschweigenden Umsetztung rausläuft)...
Seit Januar muss jeder, bei dem keine "Elterneigenschaft" feststellbar ist, 0,25% mehr Pflegeversicherung zahlen - wusstet Ihr das? (Aber nur der Arbeitnehmer - der Arbeitgeberanteil bleibt gleich).
Und? Kommt das den Familien zugute? Na - Ihr ahnt es vielleicht natürlich NICHT...:down:
hilmi01
27.04.2005, 22:32
Nimm mal ein Rentner-Ehepaar.
Beide haben jahrelang geschuftet und in die Rentenkasse eingezahlt.
Der Mann stirbt.
Jetzt ist es nicht etwa so, dass die Witwe denn beide Renten bekommt, sondern: tadaaaaaaaaaaa:
Die Rente ihres Gatten wird "mit angerechnet". Was übrig bleibt, ist max 1/4tel (in diesem spez. Fall) der Rente des Verstorbenen.
Hey, das kann doch wohl wirklich nicht wahr sein, oder??
Doch, das kann wahr sein. Und es ist auch gerecht, so schmerzhaft das auch klingen mag. Der Staat kann nur verteilen, was da ist. Wenn Du (und alle anderen Beitragszahler) nichts dagegen hätten, dass anstatt momentan 19,5% zukünftig vielleicht 30% der mehr Rentenversicherungsbeitrag zu zahlen sind (soviel wäre notwendig, um wenigstens in diesem Bereich die zunehmende Staatsverschuldung zu stoppen), dann hätte die arme Rentnerin sicherlich wieder genügend Geld. Aber ich geh mal davon aus, dass da Widerstand aufkeimt. Zurecht, wie ich finde.
Im übrigen wird es nach der heutigen Rentnergeneration für lange Zeit keine nachfolgende Generation mehr geben, die ähnlich viel Geld aus der gesetzlichen Rentenkasse bekommt. Diese Entwicklung war bereits in den 70-er Jahren absehbar (Pillenknick), aber es hat offenbar niemanden so richtig interessiert. Insofern habe ich mit der alten Frau aus Deinem Beispiel nur bedingt Mitleid.
Seit Januar muss jeder, bei dem keine "Elterneigenschaft" feststellbar ist, 0,25% mehr Pflegeversicherung zahlen - wusstet Ihr das?
Richtig so. Wer zur demografischen Entlastung in Deutschland nichts beiträgt, sprich keine Kinder bekommt, der muss sich eben auf andere Art und Weise an der Generationengerechtigkeit beteiligen. Immerhin beansprucht er später, wenn er selber alt ist, Leistungen von denen, die dann jung sind (nämlich Sozialversicherungsbeiträge). Will man also später etwas bekommen, muss man jetzt selber etwas geben. Und hier gilt die doppelte Bringschuld des Generationenvertrages: heute für die Alten zahlen und für Nachwuchs sorgen, damit man später selber etwas bekommt.
Und? Kommt das den Familien zugute? Na - Ihr ahnt es vielleicht natürlich NICHT
Unmittelbar nicht, aber es schafft etwas mehr Gerechtigkeit zwischen denen, die Kinder haben und denen, die keine Kinder haben. Der Generationenvertrag wird von denen, die kinderlos bleiben, eben nicht erfüllt. Es reicht nicht aus, heute nur in die Sozialversicherungssysteme einzuzahlen und später zu kassieren, man muss auch dafür sorgen, dass morgen wieder jemand da ist, der dann in die Sozialversicherungssysteme einbezahlt. Diese doppelte Bringschuld wird von den Kinderlosen nicht erfüllt.
Sabrina
27.04.2005, 22:47
Ich teile Deine Ansichten nur bedingt, denn:
a) es ist nicht gerecht - denn - wenn der Staat das Geld, was reinkommt, auch dafür verwenden würde, würde es reichen (das hätte aber eine grundlegend andere Politik schon vor Jahrzehnten erfordert).
b) hey - ich geh in ca. 40 Jahren in Rente - habe bis dahin 50 Jahre gearbeitet - meinst Du, ich hab dann wieder Glück und es gibt wenigstens eine Mindestrente für mich? :lol:
c) (mehr Pflegeversicherung) Sehe ich anders. Was ist mit; ich würde ja gerne was zur Weltbevölkerung beitragen, nur leider lassen Jobangst und Existenzangst (fin.) diesen Wunsch erstmal in weite Ferne rücken...:-?
d) Du glaubst nicht wirklich daran, dass Deine Kinder für Deine Rente zahlen oder? DIE Rechnung geht nicht auf, allein schon, weil wir alle viel zu alt werden und zu viel Rente in Anspruch nehmen...
benj9
27.04.2005, 23:03
Das Problem sind die verschiedenen Seiten, die alle verständlich sind.
Ein Rentner ärgert sich zu recht, wenn er lebenslang eingezahlt hat, und anteilig relatiiv gesehen immer weniger bekommt.
Ein normaler Arbeitnehmer wie ich könnte aus seiner Sicht auch mit Fug und Recht sagen, dass es ungerecht ist, dass er heute all die vielen Rentner in der Alterspyramide sorgen soll. Und später würde er dann ja selbst wahrschleich selbst kaum noch Rente bekommen, weil das System ja eh irgendwei halb am zusammenbrechen ist.
Die Grundidee unseres Rentensystems ist leider der Generationenvertrag. Und der funzt ja demographisch nicht mehr. In z.B. UK waren sie schlauer und haben ein System etabliert, dass sich vergröbert gesagt an der eingezahlten Summe orientiert. Finde ich gerechter.
Nur das ist alles Analyse, aber keine Lösung. Letztlich ist JETZT dieses %§#****&$@-System da, Staat ist blank. Rentner kann man nicht weiter abzocken, Arbeitnehmer auch nicht. Arbeitgeber schmollen gleich und drohen mit dem Verlagern ins Ausland. :confused:
Ich glaube echt, diese ganze Wirtschaftskrise ist vielleicht nicht herbeigeredet worden, aber wird zumindest im Moment zum Nutzen der Wirtschaft künstlich in den Medien am Leben gehalten.
hilmi01
27.04.2005, 23:19
@ Sabrina
Die Gerechtigkeit ergibt sich aus dem Generationenvertrag. Entweder man bekommt Kinder (und beteiligt sich damit an der zukünftigen Finanzierbarkeit unseres Landes) oder man zahlt Geld (und beteiligt sich damit an der zukünftigen Finanzierbarkeit unseres Landes). Keine Kinder und nichts bezahlen geht nicht (mehr). Ich sehe das als sehr gerecht an.
Dass Existenz- und Jobangst das Kinderbekommen erschweren, gebe ich Dir gerne zu. Das ist eine Aufgabe, die muss die Politik so schnell wie möglich lösen. Bis eine Lösung da ist, sehe ich jedoch keinen anderen Weg als die finanzielle Beteiligung der Kinderlosen.
Im Übrigen: Personen, die Kinder haben, haben auch Existens- und Jobängste. Vielleicht sogar noch mehr als Kinderlose, weil sie noch mehr in der Verantwortung stehen. Ist es da nicht gerecht, wenn diese unterstützt werden? Auch wenn die momentane Finanzlage keine Entlastung der Familien, sondern nur eine Belatung der Kinderlosen zulässt?
Selbst wenn der Staat effektiver mit den zur Verfügung stehenden Geldern umginge: für die Sozialversicherungssysteme (Kranken-, Pflege-, Rentenversicherung) wird es nie und nimmer reichen:
2005 kommen auf 100 Personen im Erwerbsalter 45 Personen im Rentenalter.
2025 kommen auf 100 Personen im Erwerbsalter 63 Personen im Rentenalter.
2050 kommen auf 100 Personen im Erwerbsalter 78 Personen im Rentenalter.
(Quelle: statistisches Bundesamt 2003)
Wer soll das bezahlen?
---
@ benj9
Der Generationenvertrag würde schon funktionieren: nämlich dann, wenn wir alle Kinder bekommen würden. Bekommen wir keine, sind wir selbst verantwortlich für die Krise, in der wir stecken bzw. die auf uns zurollt. Wir haben es so gewollt, also was soll das Gejammer? (meine damit nicht Dich, sondern allgemein)
Bredesign
28.04.2005, 07:17
Dem kann ich nur zustimmen.
Das Erhalten des bisherigen Sozialstaates ist mit immer weniger Kindern
definitiv nicht möglich.
Das Problem der Kinderlosigkeit hat seine Ursache nur leider sehr tief in den Köpfen der Bevölkerung.
Viele reden sich ein, dass es einfach zu teuer ist. Häufig verklausuliert in Begriffen wie Jobangst, Zukunftsangst, etc.
Wenn man es aber mal real betrachtet bedeuten Kinder niemals den Abstieg in die Armut, sondern einfach nur den Verzicht auf Luxus.
Jahrelanges Mediengetrommel hat dazu geführt, dass der normale Standard inzwischen wie folgt aussieht (auszusehen hat) :
schönes großes Erstauto
kleiner Zweitwagen (aber auch möglichst schick)
Wohnung im Grünen (nicht unter 80-90 qm)
Luxuseinbaueinküche
Zwei Fernseher (das Hauptgerät flach)
Jeder ein Handy
Hifi Anlage mit DVD-(Recorder) und Surround Sound
Großer schneller PC mit Flachbildschirm
Laptop mit WLAN
Sommerurlaub im Süden
Winterurlaub mit Ski
Fitnessstudio regelmäßig
Trendsport als Hobby
...
und viele viele nette kleine Bequemlichkeiten.
Das Verrückte ist ... dieses Leben ist absolut erreichbar.
Wenn ... beide einen normalen Job haben und einen Kredit über ca. 15-20000
Euro am laufen haben.
Kinder streichen die Liste allerdings locker um ein Drittel bis zur Hälfte zusammen. Das grenzt dann nach heutigen Maßstäben halt an Armut.
Die Generationen vorher hatten da total andere Maßstäbe, da es die meisten Dinge noch garnicht gab. Sie waren schlicht noch nicht erfunden.
So kommt es, dass heute eine Familie mit drei oder gar mehr Kindern sofort
den Stempel "asoziales Pack" aufgedrückt bekommt.
Dagegen kann die Politik übrigens überhaupt nix machen.
Denn wenn man es mal logisch sieht, dann wollen all die, die sagen "wir brauchen mehr Geld wenn wir Kinder haben sollen" eigentlich kein Geld für die Kinder, sondern Geld für den Luxus, der inzwischen als normal gilt.
(Tragische Ausnahmen gibt es immer, ich rede hier mal nur vom "Normalen")
Leider muss ich gestehen, dass mir praktisch kaum ein Weg aus dem Problem einfällt.
Es ist halt leichter für Autos zu werben, als das Gefühl zu vermitteln das einem
eigene Kinder geben.
Auch wenn ich nur bestätigen kann, dass dieses Gefühl es einem leicht macht
mal auf ein paar Punkte der Luxusliste zu verzichten.
Aber das weiss man erst, wenn man das Risiko eingegangen ist "arm" zu werden.
Sabrina
28.04.2005, 09:48
Also, ich als direkt Betroffene :-D sage zum Theme Kinder mal folgendes:
Es ist nicht etwa eine Ausrede, dass ich sage, es ist einfach auch ein Kostenfaktor.
Ich habe auch kein Problem damit, mich finanziell einzuschränken (das bin ich mehr als nur gewöhnt, auch, wenn es nicht so scheint).
Die Situation bei uns ist die, dass wir, wenn wir Nachwuchs wollen (und das ist durchaus unser Wunsch), erstmal umziehen müssen.
Unsere Miete würde um ca. 50% steigen (alles schon nachgeforscht, wir wohnen momentan glücklicherweise zu einem Spott-Preis).
Der Kauf einer Wohnung oder eines Hauses liesse sich mit meinem vermutlich 3jährigen Ausscheiden aus dem Beruf nicht mehr finanzieren (die Summe, die zur Finanzierung unter Einberechnung der "3JahreZwangsLohnPause" zur Verfügung stünde, würde nicht ausreichen.)
Ohne eine Familienplanung könnten wir ohne grosse Probleme ein Haus oder eine Wohnung finanzieren. Erstmal heisst es - Familie oder Eigentum.
Ich müsste Vollzeit weiter arbeiten gehen, um eine sichere Finanzierung zu gewährleisten. Das ist nicht möglich, da keine "familieninternen Babysitter" :mrgreen: (Mutter, Schwiegermutter) in der Nähe zur Verfügung stehen.
Eine Tagesmutter für 7-Tage-die-Woche würde ich nicht wollen, was das ganze nicht gerade erleichtert. Aber so verstehe ich eben Familie nicht.
Selbst Teilzeit liesse sich aufgrund des eher unregelmässigen Schichtdienstes meines Zukünftigen nicht wirklich gut realisieren.
Natürlich kann ich sagen, wir kaufen jetzt - und dann wird das schon irgendwie gehen.:shock:
Fakt ist aber; mein Gehalt fällt weg - meine Lebenshaltungskosten (Versicherungen, Handy, Auto, usw.) würden durch meinen Gatten getragen werden müssen.
Fakt ist ebenfalls, durch diesen Schichtdienst würde ich gerade mit einem Kleinkind ein eigenes Auto brauchen. (btw. es ist nicht die klassische Rollenverteilung, warum ich wohl daheim bleiben müsste :wink:)
Dazu kommen die "Mehrkosten" durch den kleinen Strampler.:lol:
Die Frage ist nicht die, des sich einschränken müssens - das muss man so oder so und ich denke, wer sich für eine Familie entscheidet, ist/sollte sich darüber vorher im Klaren sein.
Die Frage ist, inwiefern kann ich meinem Kind gegenüber verantworten, wenns schief geht?
Inwiefern kann ich mich einschränken, ohne mein Kind ebenfalls einzuschränken?
In der heutigen Zeit bedeutet letzteres für das Kind in der Schule Probleme (Nichtakzeptiert werden w/Kleidung usw...)
Was kommt auf mich zu, wenn ich das Haus/die Wohnung verliere?
Nehmen wir dasselbe Beispiel mal ohne Hauskauf - mit Miete.
Was ist, wenn ich die Miete nicht mehr aufbringen kann? Umziehen? In beengte Verhältnisse/schlechte Wohngegend?
Miete würde sich bei einer angemessenen Wohnung (in unserem Fall) auf mind. 900€ (warm) belaufen.
Das alles zusammen muss erstmal von einem Gehalt finanziert werden können!
Ich gebe hilmi insofern recht, dass es zwar gerecht ist, wenn die, die keine Kinder haben mehr zahlen müssten - aber, die Gründe warum viele keine Kinder haben sind doch die finanziellen Ängste!
Wie bringe ich Familie und Job unter einen Hut und das auch noch ohne finanzielle Existenzängste bekämpfen zu müssen.
Wenn die Grundbedingungen verbessert würden, würden sich sicher mehr Leute für Nachwuchs entscheiden.
Heute kann kaum einer mehr sagen, er hat einen Job auf Lebenszeit - und alles gar kein Problem - wir machen das einfach.
Du kannst heute ein Haus kaufen und morgen bist Du, entgegen der vorherigen Beteuerungen deines Arbeitgebers, Deinen Job los :roll:
(Hatten wir hier vor Kurzem: Ein Kollege, das zweite Mal Vater geworden, gerade gebaut - jetzt Job weg. Und jetzt?)
Manchmal muss man sicher Risiken wagen - aber, wenn ich Verantwortung für mich und meine Familie übernehme, dann muss ich ganz einfach anders und noch überlegter agieren.
Und zum Thema Luxus - rechne mal alles zusammen, die Einschränkungen, die Mehrausgaben, die Bedenken, die Ängste - Kinder sind tatsächlich ebenfalls "Luxus" - denn sie sind das höchste Gut einer Familie - und dem soll es doch gut gehen und es soll ihm an nichts mangeln, oder?
hilmi01
28.04.2005, 11:35
Sabrina, gestatte mir bitte eine sehr direkte Frage:
Stell Dir vor, Dein Arzt sagt Dir morgen, dass Du schwanger bist. Was machst Du dann mit Deinen oben beschriebenen Bedenken?
(Wenn Du nicht öffentlich antworten willst, kein Problem. Deine Meinung dazu würde mich aber in jedem Fall auch per PN interessieren)
Sabrina
28.04.2005, 11:42
Du, dass ist eine bombastische Frage :up:
Die ich Dir ehrlich gesagt gar nicht beantworten kann...:lol:
Dann gilt wohl tatsächlich das Motto: jetzt MUSS etwas passieren...
Zumindest umziehen wäre unumgänglich :roll:
Sagen wir mal so - so oder so wäre es ein Wagnis, wo ich ein Risiko eingehen müsste, was ich kalkuliert und geplant so nicht bereit wäre einzugehen...:roll:
(Aber Gott sei Dank hat man darauf (schwanger werden) ja in nicht gerade kleinem Maße Einfluss :lol: - okok - Ausnahmen gibts, aber der Prozentsatz ist gering - UND ich kann lesen *fg*)
Bredesign
28.04.2005, 11:43
Und zum Thema Luxus - rechne mal alles zusammen, die Einschränkungen, die Mehrausgaben, die Bedenken, die Ängste - Kinder sind tatsächlich ebenfalls "Luxus" - denn sie sind das höchste Gut einer Familie - und dem soll es doch gut gehen und es soll ihm an nichts mangeln, oder?
Natürlich.
Ich bin wie gesagt Vater und werde Alles dafür tun, damit es ihm gut geht.
Nur stellt sich mir eben die Frage, ob der Anspruch im Allgemeinen nicht viel viel zu hoch ist.
Und zum Thema Ängste ...
Wie gesagt, ich halte sie für vorgeschoben (von den Meisten jedenfalls, muss für Dich persönlich ja nicht gelten).
Hätte jede Generation vorher genauso auf ihre Ängste gehört ...
keiner von uns wäre je geboren worden.
Noch vor kurzem die totale Angst vor Umweltverschmutzung und dadurch bedingte Krankheiten z.T. ja heute noch, zurecht leider auch teilweise)
Davor die ständige Angst vor dem Atomkrieg.
Davor hat fast jede Generation ihre Kinder wirklich in den Krieg geschickt.
Davor die Ausbeutung durch die ersten Industrien.
Davor Leibeigenschaft beim Großadel ...
Das lässt sich immer weiter zurück denken.
Viele dieser Begebenheiten sind auch heute noch in der dritten Welt real.
Trotzdem sind wir, mit dem nun wirklich höchsten Standard in der ganzen Welt, diejenigen mit den wenigsten Kindern und den größten Ängsten.
Je besser es dem Menschen geht, desto pessimistischer wird er.
Ein ständiges Denken "was wäre wenn" hilft keinem weiter.
Wir sollten wieder lernen Optimisten zu werden.
Denn nur der Optimist ist bereit für seine Vision etwas zu tun.
Und dazu gehören vor Allem auch Kinder, denen wir selbst beibringen können
wie es besser geht ... und sei es dadurch, dass wir als schlechtes Beispiel dienen.
Und es klappt ... seit Jahrhunderten hat jede neue Generation es doch eigentlich immer etwas besser gemacht, als die vorige.
Auch wenn sie es erst nicht leicht hatte und hart kämpfen musste.
Es ging ihr besser als den Eltern, denn sie hat sich selbst das Leben geformt.
Wir auch.
benj9
28.04.2005, 11:50
Da gebe ich dir recht. Ich kann Sabrina total gut verstehen, mir gehts auch so. Ich will grundsätzlich Kinder, aber ich könnte sie ewig aufschieben. Irgendein Argumeent fällt einem immer ein. Irgendwann muss man sich entscheiden, da hilft der Kopf nicht mehr.
Sabrina
28.04.2005, 11:53
...keiner von uns wäre geboren worden...
Ja, damit geb ich Dir recht.
Dennoch sind, wie Du ja selbst auch bestätigst, die Zeiten mittlerweile anders.
Denk mal an früher, wo es noch keine Verhütung gab - da hatte man tatsächlich keine andere Wahl.
Da haben Frauen ihre Männer nicht verlassen (stark verallgemeinert!!) - da haben Frauen noch nicht gearbeitet usw. usw.
Heute haben wir so viele Möglichkeiten und doch ist alles immernoch irgendwo schwierig.
Meine Oma vertritt z.B. die Meinung, dass sie in die heutige Welt kein Kind mehr setzen würde. Sie hat andere Zeiten erlebt - und sicherlich - wenn auch in anderem Sinne - schlimmere als wir :roll: (mit Hunger, Krieg und wirklicher Not.
Versuch ihr mal zu erklären, dass Du zwei Kinder möchtest und warum überhaupt :shock: :wink: )
Probleme wird es immer geben - nur die Art der Probleme wird sich ständig wandeln...
Und genauso wandeln sich auch die Ansprüche.
Sicher hast Du auch Recht, wenn alle denken würden, "was wäre wenn" dann gäbe es vermutlich gar kein vorankommen.
Trotzdem finde ich eine gesunde Portion Skepsis und vorheriger (!) sachlicher Überlegungen - die natürlich auf den diversen Ängsten basieren - absolut angebracht.
Im Endeffekt muss doch jeder wissen, wieviel Risiko er einzugehen bereit ist.
Sicher - verhungern wird zum jetzigen Zeitpunkt sicher niemand - sicher ist auch unser Anspruch mit den Möglichkeiten gewachsen, aber das wird nicht aufhören. Im Gegenteil, wenn alles so weiterläuft, werden die Ansprüche höher und höher - die Möglichkeit sie zu erfüllen,... naja. :roll: Für die einen ja - für die anderen nein.
@benj9 - glaubst Dus - ich werd erst 27 - aber wenn ich an meine Träume (Familie, Haus mit Garten und einem weissen Jägerzaun drum rum) denke - dann hör ich meine Eierstöcke mit mir sprechen :lol: und die biolog. Uhr tickt für mich als Frau auch immer weiter.
Schliesslich will ich wieder vernünftig in meinem Job arbeiten - und mit Mitte 30 und 3 Jahre aus dem Job, kann ich das vergessen (und das heute schon, was ist dann erst in 3 Jahren)...
Bredesign
28.04.2005, 12:05
Im Endeffekt muss doch jeder wissen, wieviel Risiko er einzugehen bereit ist.
Das stimmt.
Nur wie gesagt.
Nie und nirgends war und ist das Risiko geringer als heute und hier.
Trotzdem die wenigsten Kinder.
Meiner Meinung nach wirklich "nur" ein Kopfproblem.
Steigende Ansprüche gehen leider Konform mit steigendem Egoismus.
Und bei vielen ist die Angst eine Ausrede für : Ich will mich nicht einschränken.
Ich kenne leider genug Leute, die das sogar offen zugeben.
Und leider werden es mehr.
benj9
28.04.2005, 12:05
einem weissen Jägerzaun drum rum) denkeSoso...
glaubst Dus - ich werd erst 27Schon 27?:)
dann hör ich meine Eierstöcke mit mir sprechen :lol: jaja, meine Freundin ist 32, und wenn sie von ner Freundin was Kleines auf dem Arm hat, kriegt sie diesen Hormon-verschleierten Blick, da kann man wohlnix machen, außer es machen... :rolleyes: Hab vor ein paar Jahren auch gedacht, in diese Welt kann man doch keine Kinder setzen. Inzwischen ist's mir wurscht, alles Kopfkacke.
Und bei vielen ist die Angst eine Ausrede für : Ich will mich nicht einschränken. Ja genau, so ist es bei mir. Aber ich weiß genau, das ich das irgendwann bereuen würde. Ich kenne einige so Mitte vierzig kinderlos, und grade Frauen sind dann echt unglücklich (und zickig).
Ostseemausi
28.04.2005, 12:10
@ bredesign
Na ich weiß nicht.... also ICH möchte meinen Kindern schon was bieten können. Nichts ist grausamer, wenn man seinen Kindern ihre Wünsche nicht erfüllen kann. Zumal man denen das eh nicht erklären kann, warum Kevin (fiktiv) so viele Spielsachen hat, und das eigene nicht so viele. Guck Dir die Werbung für Kinder an. Den Kindern wird der Konsum mit in die Wiege gelegt.
Sabrina
28.04.2005, 12:12
@Bredesign & benj9: ja - alles eine Sache des Kopfes, da habt ihr recht. :up:
@Bredesign: Ich hätt schon gern Nachwuchs, frag mal meinen Zukünftigen *lach* :wink:
@benj9 - ja, das liegt bei uns Frauen wohl irgendwie schon in der Wiege. *lach*
Japp - hauptsache ein weisser Zaun drum rum :lol:
Und zu dem "schon 27": Ja, mein "Masterplan" war eigentlich mit ca. 25 schon verheiratet zu sein und das erste Kind unterwegs. Dann hätts auch mit Job und allem ganz gut gepasst.
Aber wie das nunmal so ist - da fehlte doch glatt bisher der "Mr. Right" zur Umsetzung des Masterplans *gg*.
Von mir selbst denke ich manchmal, ob ich das schaffe? ICH 'ne Mama :shock:
Ausgerechnet ich, die sich nicht vorstellen kann, länger als max. 8 Wochen ohne einen stressigen, nervigen, herausfordernden (Büro-)Job zu sein. :shock:
Zumal mir mein Nachwuchs in gewissem Sinne schon "leid tut":cool: - hab da so ein paar Ansichten zum Benehmen des heutigen Nachwuchses, die mein Junior mal mit Sicherheit nicht teilt.Wo ja schon viele Eltern heute auf einige Dinge keinen Wert mehr legen, wie mir scheint :-?
@Ostseemausi: exakt - und es geht in der Schule mit sozialen Ausgrenzungen weiter.
Klar kann man sagen, mein Kind wird mit Rückrat erzogen, dass braucht sowas nicht.
Aber ich kann Euch sagen, Kinder sind grausamer als jeder Erwachsene - ein Kind, was früh in der Schule sozial ausgegrenzt wird - es wird nicht damit klarkommen. Egal was Du versuchst für Dein Kind zu tun.
Und ich kann Euch aus Erfahrung sagen, als Kind verpackst Du sowas nicht.
benj9
28.04.2005, 12:15
ja, das kann man ja anders machen mit dem Konsum. Also die Kinder den ganzen Tag vor die Glotze setzen, damit man selbst seine Ruhe hat, und sich dann wundern, wenn sie Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom und Fettleibigkeit kriegen udn gestört sind, und sie mit absurd viel Spielzeug vollstopfen ... das ist nicht mein Plan. Sa kriegen sie lieber mal ne Streichholzschachtel oder ein altes Siemens-Handy zum Spielen :-D
Sabrina
28.04.2005, 12:19
Deswegen will ich auch den Garten *lach*.
Wir sind früher auf Bäume geklettert - haben im Matsch und im Sandkasten gespielt :lol:
Heute ist das für die Kids "uncool".
Fernsehen - ok, in Maßen.
Computer/Spiele - auch ok, Umgang mit dem Computer bzw. generell mit technischen Sachen wichtig - aber auch, in Maßen
"Bolzen" an der frischen Luft mit anderen Kindern - unerlässlich!
Am besten im Verein!
Klar, ist mit Aufwand verbunden - hinfahren, abholen, sonntags bei schlechtem Wetter auf dem Fussballplatz :lol: - aber hey - DAS ist Beschäftigung die sinnvoll ist!
ADS oder Fettleibigkeit sind eine Sache - viele Kinder heutzutage haben absolut kein Benehmen mehr - nicht mal einem Erwachsenen gegenüber:shock: !
Weil das soziale Miteinander immer mehr vernachlässigt wird...
Erziehung ist sicher schwierig und auch anstrengend - aber für die Zukunft sind gewisse Werte einfach unerlässlich (Respekt, Höflichkeit, Rücksichtnahme usw. ja - auch in jungen Jahren schon).
Ostseemausi
28.04.2005, 12:20
@benj9
Na das ist der größte Mist, den die Eltern von heute verzapfen!! *grusel* Was schlimmeres kann man gar nicht machen. Dann lieber KEINE Kinder in die Welt setzen, wenn man sich nicht um sie kümmert.
benj9
28.04.2005, 12:22
Ich hab neulich mal gelesen: man hat rausgefunden, dass Mathematik und ähnliche Abstraktionen nicht losgelöst einfach im geistigen Raum schweben.
Die Fähigkeit basiert auf ganz simplen motorischen Programmen.
Wer als Kind zum Beispiel nicht mit dem Körper spielt und auf Bäume klettert, dem fehlt später die Abstraktionsfähigkeit.
Denn so simpel es scheint: totale Basics der Mathematik wie +1 oder -1 basieren darauf, dass man als Kind einen Schritt VOR den anderen setzt oder ZURÜCK ...
Lasst eure Kinder draußen spielen, sonst können sie keine vernünftigen neuronalen Netze entwickeln...
@Ostseemausi: Dann lieber KEINE Kinder in die Welt setzen, wenn man sich nicht um sie kümmert.Das finde ich auch. Deshalb nehme ich der kath. Kirche ihre Geburtspolitik übel.
Sabrina
28.04.2005, 12:41
[spam on]
ähm - ich hab immer draussen gespielt (gab ja keine Playstation oder so. Später gabs glaube Atari und dann Amiga usw :lol: ) und ich hab mit Mathe trotzdem Probleme gehabt *lach*
[spam off]
Bredesign
28.04.2005, 12:49
Da sprecht ihr wieder den von mir schon erwähnten Egoismus an.
Zu den insgeheimen Argumenten gegen Kinder gehört neben dem Finanziellen leider bei vielen auch die Angst vor Spaßverlust.
Man kann eben nicht mehr jeden Abend auf die Piste.
Urlaubsorte werden nach kinderfreundlichkeit ausgesucht ... usw
Menschen die so denken und dann doch Kinder bekommen sind dann halt leider jene Rabeneltern die die Kleinen vor den Fernseher packen.
Traurig.
Am bereits angeborenen Konsumterror und der Ausgrenzung von Kindern ist sicher etwas dran. Aber ...
Wenn ein Kind von 30 in der Schule ausgegrenzt wird ist das zwar schlimm ...
allerdings haben 29 Elternpaare es doch irgendwie geschafft das ihre Kinder mehr haben.
Warum nicht auch wir?
@benj9
Ja genau, so ist es bei mir. Aber ich weiß genau, das ich das irgendwann bereuen würde. Ich kenne einige so Mitte vierzig kinderlos, und grade Frauen sind dann echt unglücklich (und zickig).
So ist es.
Ich war 35 meine Frau 33 als der Kleine kam (Wunschkind übrigens)...
Geboren wurden wir aber erst mit ihm zusammen.
Sabrina
28.04.2005, 12:59
Warum nicht auch wir?
Glaubst Du, dass ich mir die Frage seit Wochen stelle, wenn ich Paare betrachte, die grad gebaut haben, ein zweites Auto für die Frau gekauft haben, zwei Kinder haben, wo nur ER arbeitet (in einem ähnlichen Job, wie man selbst?)?? :roll:
Ostseemausi
28.04.2005, 13:03
Glaubst Du, dass ich mir die Frage seit Wochen stelle, wenn ich Paare betrachte, die grad gebaut haben, ein zweites Auto für die Frau gekauft haben, zwei Kinder haben, wo nur ER arbeitet (in einem ähnlichen Job, wie man selbst?)?? :roll:
Es sind eben nicht alle mit einem goldenen Löffel in der Hand geboren worden.
Ich bin es gewohnt, auf Dinge zu verzichten und ich würde es auch gerne für mein Kind machen. Also Egoismus ist das bei mir wirklich nicht. Ich denke da ausschließlich an das Kind. Es soll die Möglichkeit haben, was aus seinem Leben zu machen. Deswegen möchte ich ihm auch was bieten können.
Bredesign
28.04.2005, 13:07
Glaubst Du, dass ich mir die Frage seit Wochen stelle, wenn ich Paare betrachte, die grad gebaut haben, ein zweites Auto für die Frau gekauft haben, zwei Kinder haben, wo nur ER arbeitet (in einem ähnlichen Job, wie man selbst?)?? :roll:
Einen Fehler sollte man nie machen (habe ich früher aber auch)...
Aus Neid (bitte das Wort nicht negativ sehen) den Kopf hängen lassen.
Man kennt nämlich nicht immer alle Hintergründe.
Haben die vieleicht geerbt, gewonnen, oder nur nen netten Banker der soviel Kredit gibt, dass es vieleicht bald Alles platzt ... ;)
Weniger auf andere schauen, mehr nach eigenen Möglichkeiten suchen.
Habe ich jedenfalls so gemacht und es klappt ganz gut :-D
Ostseemausi
28.04.2005, 13:09
Ich glaube kaum, dass das bei Sabrina Neid ist. Solche Leute brauchen sich halt nicht solche Gedanken machen wie vielleicht andere.
Sabrina
28.04.2005, 13:24
Stimmt - Neid ist es eigentlich nicht.
Es ist nur die blanke Frage: Wie (zur Hölle) machen die das??
Klar, vielleicht geerbt, vielleicht eine allzu positive Kreditzusage...
Vielleicht haben die aber auch einen Aspekt zur Lösung finanzieller Unzulänglichkeiten entdeckt, der sich mir/uns noch nicht erschlossen hat und der vielleicht für jeden eigentlich realisierbar ist? :-?
hilmi01
28.04.2005, 13:42
Vielleicht haben die aber auch einen Aspekt zur Lösung finanzieller Unzulänglichkeiten entdeckt, der sich mir/uns noch nicht erschlossen hat und der vielleicht für jeden eigentlich realisierbar ist?
Wahrscheinlich arbeiten die - anstatt den halben (oder ganzen) Tag im Forum zu plaudern... ;)
Sabrina
28.04.2005, 13:44
Ja - dito.
benj9
28.04.2005, 13:47
Wahrscheinlich arbeiten die - anstatt den halben (oder ganzen) Tag im Forum zu plaudern... ;)Es gibt Dinge, die spricht man besser nicht aus, sonst fliegen uns allen hier die Glashausscherben um die Ohren :-D :lol:
Ostseemausi
28.04.2005, 13:49
Es gibt Dinge, die spricht man besser nicht aus, sonst fliegen uns allen hier die Glashausscherben um die Ohren :-D :lol:
*lol* :up:
hilmi01
28.04.2005, 13:52
Um mal auf's Thema zurück zu kommen: habt ihr den VISA-Untersuchung-Fischer-Auftritt gesehen? Ein Kindergarten ist nix dagegen.
Am Ende sagte der Vorsitzende: "Herr Minister, das war's auch schon".
Darauf Fischer: "Das ging ja überraschend schnell".
Die Vernehmung dauerte übrigens 12 Stunden 30 Minuten... :rotate:
Iceberg
28.04.2005, 13:56
Hallo ? - Ich dachte, dass es hier um WAHLEN geht.
Ich würde prinzipiell CDU bzw FDP wählen, weil SPD und Grüne mich finanziell ärmer machen. Da bin ich einfach Hardcore-Egoist. Ich hab keine Lust mein hart verdientes Geld für sozialen Mist auszugeben.
Nebenbei, Kinder will ich eh keine. Bin doch nicht blöd und stehe z.B. mitten in der Nacht auf um zu Füttern oder Windeln zu wechseln. Dafür ist mir mein Schlaf viel zu wichtig ! Außerdem gibt tausend Dinge, die man ohne Kinder besser/einfacher machen kann.
Auch, wenn jetzt alle sagen "was ein Arschloch" - so ist einfach meine Meinung. Und zur Info - meine Partnerin denkt genau so.
ICE
Ostseemausi
28.04.2005, 13:58
Wow, das ist mal ein Standpunkt. :shock: Da passt Du genau zu dem, was Bredesign kritisiert...
Sabrina
28.04.2005, 14:01
@hilmi - ja und der Nachsatz von Fischer: Ich werde Sie vermissen, Herr Vorsitzender...
Das ist Arroganz pur. Andere mussten wegen weitaus weniger gehen...
@Iceberg: Was ein Statement. :shock:
Dazu fällt mir glatt eine Verbesserung unseres Systems ein: wer so denkt, sollte komplett selbst für seine Rente sorgen müssen :wink: (sorry - aber das ist mein Standpunkt)
Bredesign
28.04.2005, 14:04
Wie gesagt ... ich sehe Neid nicht unbedingt negativ.
Auch wenn er hier in Deutschland eigentlich immer negativ verstanden wird.
Nebenbei, Kinder will ich eh keine. Bin doch nicht blöd und stehe z.B. mitten in der Nacht auf um zu Füttern oder Windeln zu wechseln. Dafür ist mir mein Schlaf viel zu wichtig ! Außerdem gibt tausend Dinge, die man ohne Kinder besser/einfacher machen kann.
Wenn ich jetzt frech wäre würde ich ja sagen wenn man den esel nennt ...
Wenn ich frech wäre ;)
Iceberg
28.04.2005, 14:06
@Iceberg: Was ein Statement. :shock:
Dazu fällt mir glatt eine Verbesserung unseres Systems ein: wer so denkt, sollte komplett selbst für seine Rente sorgen müssen :wink: (sorry - aber das ist mein Standpunkt)
Das tue ich eh, geht wohl auch nicht anders, wenn man mit 40, spätestens mit 50 in Rente gehen will. Ihr glaubt doch nicht wirklich, dass Ihr irgendwann vom Staat Rente bekommt. Bis dahin hat der Staat keinen Cent Geld mehr dafür.
ICE
benj9
28.04.2005, 14:06
Was ICE da sagt, ist einfach der ganz normale Mitte-Rechts-Wähler-Standpunkt :roll: :ichmussw:
@Bredesign: das nennt man dann ja wohl "weißen Neid"
Bredesign
28.04.2005, 14:11
@benj9
@Bredesign: das nennt man dann ja wohl "weißen Neid"
Genau den meine ich.
Neid als Ansporn das zu erreichen, was andere schon erreicht haben,
statt es ihnen nur einfach nicht zu gönnen.
Sollte man sich hier zulande mal angewöhnen.
Iceberg
28.04.2005, 14:12
Was ICE da sagt, ist einfach der ganz normale Mitte-Rechts-Wähler-Standpunkt :roll: :ichmussw:
Genau, deshalb wähle ich ja auch CDU/FDP. :lol:
Mal ein kleines Beispiel: Wenn Du eine Million Euro geschenkt bekommst und dafür unter Rot-Grün 500.000 Euro oder unter einen anderen Regierung 250.000 Euro abdrücken müsstest - wen würdest Du wählen ?
Ist doch einfach oder ?
ICE
Sabrina
28.04.2005, 14:16
@ICE: JEDER sollte heute vorsorgen.
Was ich meinte war, dass man bei solchen Aussagen direkt sagt; Und DU hast Deinen Anspruch auf Rente oder ähnliche staatliche Unterstützung (und sei diese noch so gering) verwirkt.
btw. bist Du beruflich Selbstständig?
Iceberg
28.04.2005, 14:25
@ICE: JEDER sollte heute vorsorgen.
Was ich meinte war, dass man bei solchen Aussagen direkt sagt; Und DU hast Deinen Anspruch auf Rente oder ähnliche staatliche Unterstützung (und sei diese noch so gering) verwirkt.
btw. bist Du beruflich Selbstständig?
Nein, ich bin beruflich nicht selbstständig. Gehe mehr oder weniger nur Arbeiten, damit ich ein "offiziell" geregeltes Leben habe. Es gibt da Menschen in meinem Leben, die mich reich bedacht haben. Von den paar Kröten, die ich in meinem erlernten Beruf verdiene, könnte ich noch nicht mal nen halben Monat leben. Deshalb auch die Aussage "mit 40, oder spätestens mit 50 in "Rente" gehen" - soll heißen, nicht mehr zu arbeiten, sondern sein Leben genießen.
ICE
Bredesign
28.04.2005, 14:28
@ICE
Kann man nur sagen : Glückwunsch.
Aber Deine Möglichkeiten haben 99,9 % der Bevölkerung nicht, da sie den
Grundstock erstmal selber schaffen müssen.
Sabrina
28.04.2005, 14:44
Wenn ich jetzt überlege, dass ich noch 40 Jahre arbeiten zu gehen hab, bevor ich an Rente denken kann...:shock:
Dann hab ich mich 50 Jahre "krumm" gemacht - und für was?
Vor allem - wer weiss denn schon, was mit dem Geld in 40 Jahren ist?
Was ist in 40 Jahren meine heutige private Rentenversicherung wert?
Gibts den Euro bis dahin noch?....
@ICE - sei froh - und bete, dass Du nicht mal in dieselbe Situation kommst, wie ein Otto-Normal-Bürger...
Iceberg
28.04.2005, 14:51
@ICE
Kann man nur sagen : Glückwunsch.
Aber Deine Möglichkeiten haben 99,9 % der Bevölkerung nicht, da sie den
Grundstock erstmal selber schaffen müssen.
Danke :)
Aber es werden ca. 95% sein.
Es geht mir nicht darum jemanden zu kritisieren, warum er sein Leben so lebt, sondern ich habe nur auf die Frage von Sabrina geantwortet.
Ich danke Gott ziemlich oft, dass es mir so geht, wie es mir jetzt geht.
Es könnte wirklich mal passieren, dass das Geld u.s.w. irgendwann nichts mehr wert ist und ich hoffe, dass ich diesen Tag nie erleben muss.
Daher ist es für mich wichtig eine Regierung zu wählen, die meine persönlichen Interessen und mein Wohl vertritt.
ICE
benj9
28.04.2005, 15:15
Mal ein kleines Beispiel: Wenn Du eine Million Euro geschenkt bekommst und dafür unter Rot-Grün 500.000 Euro oder unter einen anderen Regierung 250.000 Euro abdrücken müsstest - wen würdest Du wählen ?So ein Beispiel ist doch einfach nur Polemik. Nich persönlich gemeint ;-)
Sabrina
28.04.2005, 15:24
...Vor allem, weil es sehr kurzfristig gedacht ist und sämtliche anderen Aspekte der Parteien ausser Acht lässt....
Einfach nur: Kohle, Leben und zwar jetzt :-?
hilmi01
28.04.2005, 15:26
Vor allem - wer weiss denn schon, was mit dem Geld in 40 Jahren ist?
Was ist in 40 Jahren meine heutige private Rentenversicherung wert?
1.000 EUR nach heutiger Kaufkraft haben
bei einer durchschnittlichen Inflation von 1,5% in 40 Jahren einen Wert von 546,32 EUR
bei einer durchschnittlichen Inflation von 2,0% in 40 Jahren einen Wert von 445,70 EUR
bei einer durchschnittlichen Inflation von 3,0% in 40 Jahren einen Wert von 295,71 EUR
Das sollte man bei der Finanz-Planung für's Alter mit berücksichtigen.
benj9
28.04.2005, 15:27
@Sabrina: Richtig. Was ist z.B. mit Umwelt? Ich habe vor allem keinen Bock auf so Einstellungen (das machen wir sowieso alle genug), für unsern vergänglichen Luxus den Planeten und die Staatskassen total abzufeiern, und in eine völlig verstrahlte Welt Kinder zu setzen (mach ich vll. trotzdem). Nach mir die Sintflut, alles egal?
Sabrina
28.04.2005, 15:28
*lol* :lol:
Ich glaub, ich meinte das eher rhetorisch :wink:
Aber trotzdem gut zu wissen...:roll:
@benj9: ich denke, dass ist auch der Aspekt, den z.B. meine Oma mitaufgreift.
Wenn Du in der Stadt arbeitest, musst Du ja heute schon ein Stück fahren, um überhaupt grün zu sehen (Bsp. Dortmund bzw. Ruhrpott überhaupt)....
Aber in diesem Punkt sage ich wirklich: Ich habs überlebt, also werden es unsere Kinder auch überleben. Die einzige Frage, die sich dabei wirklich stellt, ist doch die nach dem wie...
(kann man mit benj9's Aussage: Nach mir die Sintflut gleichsetzen).
@benj9 Findest Du, wir sind zu egoistisch?:shock:
Iceberg
28.04.2005, 15:45
...Vor allem, weil es sehr kurzfristig gedacht ist und sämtliche anderen Aspekte der Parteien ausser Acht lässt....
Einfach nur: Kohle, Leben und zwar jetzt :-?
Klar, wann denn sonst richtig Leben ? Wenn ich alt und gebrechlich bin ? Wohl kaum.
Mit Sicherheit ist das nicht kurzfristig gedacht. CDU/FDP werden immer Parteien der "reichen" Leute, SPD/Grüne immer Parteien der "Armen" bleiben. Daran wird sich nichts ändern, zumindest nicht so lange ich lebe.
Die Inflation des Geldes ist eh mehr oder weniger egal, da man ja auch in Immobilien inverstiert und Mietraum wird immer benötigt. Den Rest machen die Zinsen. :mrgreen:
ICE
hilmi01
28.04.2005, 15:56
Mit Sicherheit ist das nicht kurzfristig gedacht. CDU/FDP werden immer Parteien der "reichen" Leute, SPD/Grüne immer Parteien der "Armen" bleiben. Daran wird sich nichts ändern, zumindest nicht so lange ich lebe.
Ich glaube, der ist schon tot... :shock:
OK, bei SPD/Grüne könntest Du Recht haben. Aber auch nur, weil die erst alle arm gemacht haben (oder gerade dabei sind).
Sabrina
28.04.2005, 16:09
Um es mal grad heraus zu sagen: Die machen uns alle arm!
Völlig egal, wen Du wählst.
Wenn wir mal ehrlich sind, wird es ohne einschneidende und finanz. schmerzliche Reformen nicht gehen - das jetzt, wird nicht reichen.
Im Endeffekt entscheidest Du Dich bei der Wahl, sofern Du wählen gehst - für die Partei, die Dir am "sympathischsten" die Kohle abzockt. :shock:
Sie wollen alle nur unser bestes: unser Geld.
Ich sehe ja ein, dass was passieren muss.
Was mir aber hier überhaupt nicht passt in GER ist, dass unsere Politiker immer die anderen zur Ader lassen.
Familien, Rentner, Autofahrer, Raucher, KK-Beitragszahler, Steuerzahler überhaupt usw. usw.
Aber sie selbst haben ja schon grosses vollbracht, wenns mal eine Nullrunde bei den Diäten gibt.
(Who cares, wenn dafür die Sitzungsgelder erhöht werden, Flüge zur Familie, die Haushaltshilfe, der Wagen aso. bezahlt werden....)
benj9
28.04.2005, 16:14
Klar, wann denn sonst richtig Leben ? Wenn ich alt und gebrechlich bin ? Wohl kaum.Naja, man könnte ja auch mal an uns nachfolgende Generationen denken ...
da man ja auch in Immobilien inverstiert und Mietraum wird immer benötigt. Den Rest machen die Zinsen. :mrgreen: Autsch, mit dem "man" willst du jetzt provozieren ... mach mal. Geht eh keiner drauf ein :-D
Bredesign
28.04.2005, 16:33
@Sabrina
Naja, ganz so schlimm ist es nicht.
Schmerzliche Reformen müssen eben wirklich sein. Aber sie werden uns nicht arm machen. Sie holen uns nur auf Dauer vom Gipfel der Welt ein wenig zurück Richtung Durchschnitt.
Das es nicht mehr so weiter geht war einfach abzusehen.
Solange es auf der Welt drei wirtschaftlich große Nationen gab (USA, Japan, Deutschland) konnte man sich eben auf den Lorbeeren ausruhen.
Jetzt wo aber Nationen wie Korea, China, demnächst Indien, usw. mit brutaler Gewalt Marktanteile an sich reissen kann es nicht mehr so bleiben.
Das Geld auf der Welt ist begenzt.
Man sollte meiner Meinung nach eben den wählen, der das am besten erkennt und die Reformen durchsetzt, durchsetzen kann, die miteel- und langfristig
am meisten bringen.
Und nicht sowas wie Hartz IV, das ich am ehesten als Gesetz zur Förderung der Schwarzarbeit bezeichnen würde.
benj9
28.04.2005, 17:18
CDU/FDP werden immer Parteien der "reichen" Leute, SPD/Grüne immer Parteien der "Armen" bleiben. Daran wird sich nichts ändern, zumindest nicht so lange ich lebe.Das ist übrigens nicht zwingend der Zusammenhang. Das könnte man dann ja auch von der Bush-Administration sagen. Witzigerweise hat sich gezeigt, dass ein direktproportionaler Zusammenhang besteht zwischen dem durchschnittlichen IQ der US-Bundesstaaten und dem Wahlergebnis der letzten Präsidentschaftswahl (hoher IQ: Demokraten, niedriger IQ: Republikaner) ;-) (DAS war jetzt AUCH mal etwas Polemik von mir :cool: )
Eine sehr sehr gute Bekannte von mir hat übrigens auch sehr großzügig geerbt vor vielen Jahren, kann auch sehr gut mit ihrem Geld umgehen und trotzdem trifft deine politische Einordnung auf sie nicht zu. Lass uns das Thema doch weniger stammtischmäßig bereden.
Schmerzliche Reformen müssen eben wirklich sein. Das ist meiner Meinung nach auch so eine völlig unnötige mentale Programmierung wie dieses "ach, das Leben ist so hart". Wer sich das einredet auf Dauer, für den wird es auch wahr irgendwann. Lasst uns bloß aufpassen, dass wir nicht in so eine kollektive Selbstläuterungs-Stimmung verfallen ...
hilmi01
28.04.2005, 17:39
Ich stelle fest, unsere heutige Diskussion hat das bisherige Abstimmungsergebnis nicht wesentlich (vielleicht auch gar nicht) beeinflusst. :-k Wollt ich bloß mal sagen...
Wahrscheinlich sind die Themen "Kinder" und "Rente" nicht so interessant für die breite Foren-Masse. Nutella ist zumindest auffallend teilnahmslos... :lol:
benj9
28.04.2005, 17:46
hilmi, ich fürchte, alle die hier posten, haben schon gevoted ... versprech den kids doch ein kosteloses java-game, wenn sie voten oder so... :mrgreen:
hilmi01
28.04.2005, 17:50
hilmi, ich fürchte, alle die hier posten, haben schon gevoted ... versprech den kids doch ein kosteloses java-game, wenn sie voten oder so... :mrgreen:
Ein Java-Game? Lächerlich! Ich hab' 'ne ganze Seite ins Netz gestellt, da kann man doch mal erwarten...
[-( ;)
Sabrina
28.04.2005, 18:18
Naja, ich denke dafür haben wir eine überaus interessante, kontroverse Diskussion (und zwar OHNE irgendwelche derben Beleidigungen oder ohne komplette Ignoranz gegenüber anderen Meinungen :up: ) über diverse Themen gehabt :wink:
hilmi01 - Die Wahl dauert noch eine Weile, hab Geduld *lächel*
Bredesign
28.04.2005, 18:31
Naja, ich denke dafür haben wir eine überaus interessante, kontroverse Diskussion (und zwar OHNE irgendwelche derben Beleidigungen oder ohne komplette Ignoranz gegenüber anderen Meinungen :up: ) über diverse Themen gehabt
Volle Zustimmung.
Vieleicht sollten wir mal eine zeitlang in den Bundestag einziehen und regieren.
Und wenn wir es dann auch nicht schaffen mit Sachlichkeit die Probleme zu lösen ...
so haben wir schon nach kurzem Abgeordnetenleben wenigstens ne gesicherte Rente ;):mrgreen:
Sabrina
28.04.2005, 18:35
:dafuer:
Mehr als es nicht schaffen, können wir nicht - und das ist dieselbe Option, die unsere Politiker haben (nur haben wir dann auch "nachher" was davon -Stichwort von Bredesign: Rente)
lopas
28.04.2005, 22:35
Hey, sind keine Oesterreicher hier? Ich will eure Kommentare :)
Ich waehle die Gruenen (es muss sich schonlangsam auch wer dazu bekennen) und ich denke, ich bleibe die naechsten Jahre dabei, da fuer mich keine andere Partei waehlbar ist.
Fuer Begruendungen hab ich jetzt gerade keine Zeit, bin schon gespannt auf die Antworten
hilmi01
28.04.2005, 22:38
Ich waehle die Gruenen ... Fuer Begruendungen hab ich jetzt gerade keine Zeit ...
Da gibt's auch keine :scared:
Sly
07.05.2005, 03:50
Hey, sind keine Oesterreicher hier? Ich will eure Kommentare :)
Ich waehle die Gruenen (es muss sich schonlangsam auch wer dazu bekennen) und ich denke, ich bleibe die naechsten Jahre dabei, da fuer mich keine andere Partei waehlbar ist.
Fuer Begruendungen hab ich jetzt gerade keine Zeit, bin schon gespannt auf die Antworten
Hey, ich hab doch vor einiger Zeit mein Statement abgegeben zu Österreich. Die BZÖ ist ja wohl nicht wählbar mit dem Haider. Ich erinnere nur mal an populistische Sprüche wie "Stopp der Überfremdung" in Wien. Die FPÖ ist seit der Zwangsspaltung noch radikaler nach rechts gerückt. Kann man direkt in die Tonne kloppen. Die ÖVP war früher vielleicht eine Überlegung wert, aber wenn man sieht wie unfähig und mutlos Kanzler Schüssel neben der FPÖ regiert hat, hat die ÖVP keine weitere Amtszeit verdient (auch wenn die Ferrero-Waldner EU-Außenministerin ist). Bleiben also nur noch die SPÖ und die Grünen übrig. Präsident Fischer (SP) macht gute Arbeit, wie ich finde. Ich würde wohl auch grün wählen in Österreich. Aus dem gleichen Grund: Es gibt keine Alternativen.
malte2304
07.05.2005, 12:01
Hilmi: Selbst wenn du deinen Stadtvater wieder wählst, es muss ja wohl sein, dass du CSU-WÄhler bist. Der Beitragssatz einer Krankenversicherung ist ja wohl kaum das selbe wie der Kauf von ein paar Brötchen. Natürlich kann ich nicht erwarten, dass der Arbeitslose seine Brötchen schon für 5 cent bekommt, Herr Ackermann allerdings 10€ für bezahlen muss. Aber: Da das prozentuale System bei den Sozialversicherungen zählt, ist der Beitragssatz für jeden erschwinglich. Es wäre fatal, wenn du eine Krankenschwester hättest, die genauso viel bezahlt wie ein Chefarzt, z.B. 300 oder 400 Euro im Monat, das würde dann als Durchschnittssatz darauf hinauslaufen, da ja der Chefarzt durch sein höheres Gehalt und durch seine höheren Beiträge dadurch praktisch den niedrigen Satz der Krankenschwester im System ausgleicht. In Zukunft würdest du also als Krankenpfleger gerne mal das 2 oder 3-fache von deinem bisherigen Beitragssatz zahlen nur damit der ach-so-reiche Chefarzt sich ein paar Autos mehr in seinem Leben leisten kann. Reiche sollen viel bezahlen, weil sie auch viel haben, und Arme dafür wenig, das ist doch das System, welches in vielen Punkten nicht ungerecht ist. Wie willst du denn das Prozentsystem aufheben können, ohne paritätische, solidarische und soziale Grundzüge aufheben zu müssen???
Da sieht man ja wieder mal den typischen CSU-Wähler: Nicht informiert, jeder Regierung hinterherlaufend (willkommen 1933...) und ruhig alles verachten, was denn die so wahnsinnig dummen Sozis nur sagen. Der Hass gegen die Mitglieder einer anderen Partei hilft net weiter, und selbst wenn müsstest du das erst mal begründen.
Darüber hinaus sind Reformen wirklich nötig - wir müssen einfach einsehen, dass die Sozialversicherungen wie sie vor 2 Jahren bestanden haben, einfach nicht mehr tragbar sind. Irgendwas muss geändert werden weil wir sonst ein Staatsdefizit von 80% irgendwann haben - das muss wenigstens versucht werden zu verhindern. Man ist in diesem Thema auch in einer Zwickmühle - Steuern erhöhen bringt nix, weil Wirtschaft schwächelt. Steuern senken bringt nix - weil Geld weg und Wirtscahft dankt erst in 3 Jahren oder so. Da müssen eben andere Wege her, auch wenn sie schmerzlich sind. Die Kaufkraft wird auf jeden Fall durch das weniger-Geld-haben der Arbeitslosen nicht so stark geschwächt (haben eh nicht mehr viel) wie bei dem Aufbrüten neuer Steuern und Abgaben (oder erhöhter) bei Leuten, die arbeiten. Das ist wohl der Hintergedanke.
Grüße
(Antworten erlaubt, soll ja schließlich ne Diskussion werden ;-) )
hilmi01
07.05.2005, 18:18
Hilmi: Selbst wenn du deinen Stadtvater wieder wählst, es muss ja wohl sein, dass du CSU-Wähler bist. (...) Da sieht man ja wieder mal den typischen CSU-Wähler: Nicht informiert, jeder Regierung hinterherlaufend (willkommen 1933...) und ruhig alles verachten, was denn die so wahnsinnig dummen Sozis nur sagen. Der Hass gegen die Mitglieder einer anderen Partei hilft net weiter, und selbst wenn müsstest du das erst mal begründen.
Stell Dir vor, ich bin kein CSU-Wähler.
Aber der Vergleich der CSU mit Vorgängen aus dem Jahr 1933 ist ja wohl mehr als daneben. Bei diesem Niveau (ich sehe das als persönlichen Angriff gegen meine Person) zitiere ich gerne Guido Westerwelle, der bei einer Diskussion im Deutschen Bundestag auf einen ähnlich unqualifizierten Zwischenruf wie Dein Posting sagte: "In jedem Raum gibt es immer Einen, der der Dümmste ist. Und ausgerechnet der muss sich am Lautesten zu Wort melden".
Der Beitragssatz einer Krankenversicherung ist ja wohl kaum das selbe wie der Kauf von ein paar Brötchen. Natürlich kann ich nicht erwarten, dass der Arbeitslose seine Brötchen schon für 5 cent bekommt, Herr Ackermann allerdings 10€ für bezahlen muss. Aber: Da das prozentuale System bei den Sozialversicherungen zählt, ist der Beitragssatz für jeden erschwinglich.
Doch, der Beitrag zur Krankenversicherung ist in diesem Punkt eben genau das selbe wie jede andere Investition auch: ein Ausgleich zwischen verschiedenen Einkommensverhältnissen muss über die Steuern vorgenommen werden, nicht jedoch über die Sozialversicherungssysteme. Vom Grunde her ist es nicht gerechtfertigt, dass der Arbeiter mit 4 Kindern und 1 Frau - also mit insgesamt 6 Personen - für weniger Beitrag krankenversichert ist, als der Gutverdiener als Einzelperson. Jeder muss äquivalent so viel bezahlen, wie er Leistung in Anspruch nimmt. Kranksein und Gesundwerden sind keine Fragen der Einkommensverhältnisse. Das heutige Umlagesystem kann auf Grund der Demografie nicht mehr funktionieren - dafür überproportional die Reichen zur Kasse zu bitten, kann nicht die richtige und gerechte Konsequenz sein.
Die Gesundheitsreform hat hier klare Fakten geschaffen: da zahlt nämlich die Krankenschwester ebenso wie der Chefarzt die selben 10 EUR Praxisgebühr, dieselben 5-10 EUR für Arzneimittel in der Apotheke, dieselben 10 EUR pro Aufenthaltstag im Krankenhaus - unabhängig von den jeweiligen Einkommensverhältnissen.
Übrigens: so weit ich das überblicke, gehen die derzeit diskutierten Alternativsysteme (Bürgerversicherung, Kopfpauschale) auch von einem Festbeitrag pro Person aus.
Darüber hinaus sind Reformen wirklich nötig - wir müssen einfach einsehen, dass die Sozialversicherungen wie sie vor 2 Jahren bestanden haben, einfach nicht mehr tragbar sind.
Da gebe ich Dir völlig Recht. Die heutige Situation war jedoch bereits seit den 70er Jahren absehbar.
malte2304
08.05.2005, 05:11
Stell Dir vor, ich bin kein CSU-Wähler.
Aber der Vergleich der CSU mit Vorgängen aus dem Jahr 1933 ist ja wohl mehr als daneben.
Da ziehe ich auch gar keine Vergleiche mit der damaligen Situation und irgendeiner von heute - so schnell wird das nicht mehr wieder kommen. Das war nur ein
Vom Grunde her ist es nicht gerechtfertigt, dass der Arbeiter mit 4 Kindern und 1 Frau - also mit insgesamt 6 Personen - für weniger Beitrag krankenversichert ist, als der Gutverdiener als Einzelperson. Jeder muss äquivalent so viel bezahlen, wie er Leistung in Anspruch nimmt. Kranksein und Gesundwerden sind keine Fragen der Einkommensverhältnisse.
Dann lebst du so wie in den USA - nur schlimmer, da du bei einem niedrigen Einkommen hier sowieso versichert sein musst. Du kannst nicht einen Arbeiter 100 oder 200€ mehr pro Monat bezahlen lassen, das kann er sich gar nicht leisten und die Krankenversicherung ist ja nicht staatlich - nur in den meisten Fällen gesetzlich, da käme er also gar nicht drum herum. Die Einnahmeverluste durch den Ausgleich im Steuersystem könnte der Staat nicht verkraften. Du würdest ja durch den höheren Beitragssatz die Kaufkraft verändern, wir werden ja mittelfristig auch immer so viele Arbeitslose haben, dass da die Reichen nicht durch deren gesteigerten Kaufkraft die Kaufkraft der Armen ausgleichen, da die Armen ja ärmer werden und sich das langfristig auswirken wird.
Das heutige Umlagesystem kann auf Grund der Demografie nicht mehr funktionieren - dafür überproportional die Reichen zur Kasse zu bitten, kann nicht die richtige und gerechte Konsequenz sein.
Überproportional ist das perfekte falsche Wort dafür - Es ist schließlich proportional wenn man von Prozentsätzen ausgeht. Und die Demographie ist im Krankensystem eine recht untergeordnete Rolle. Du würdest dadurch übrigens die Probleme der demographischen Entwicklung nicht beseitigen - der Pauschbetrag würde genauso steigen wie der Beitragssatz im Falle des heutigen Modells.
Die Gesundheitsreform hat hier klare Fakten geschaffen: da zahlt nämlich die Krankenschwester ebenso wie der Chefarzt die selben 10 EUR Praxisgebühr, dieselben 5-10 EUR für Arzneimittel in der Apotheke, dieselben 10 EUR pro Aufenthaltstag im Krankenhaus - unabhängig von den jeweiligen Einkommensverhältnissen.
Übrigens: so weit ich das überblicke, gehen die derzeit diskutierten Alternativsysteme (Bürgerversicherung, Kopfpauschale) auch von einem Festbeitrag pro Person aus.
Wenn man das ohne Probleme überblicken kann, dann wird es bestimmt noch was geben, was davon abrückt; ich kann mir nicht vorstellen, dass es nur 2 Möglichkeiten geben kann.
Diese Pauschbeträge funktionieren wegen ihrer geringen Größe - der Effekt ist schon sichtbar: Milliardenüberschüsse weil die Leute weniger in die Gesundheit investieren.
Da gebe ich Dir völlig Recht. Die heutige Situation war jedoch bereits seit den 70er Jahren absehbar.
Ja, das war nur ein Beispieljahr. Aber in den 70ern wurden auch viele andere Sachen "vorhergesehen", welche Rohstoffe wir heute nicht mehr hätten wäre bei Erfüllung der Vorhersagen wirklich interessant. Ich hatte damit gerungen, nicht doch "vor 20 Jahren" zu schreiben.
hilmi01
08.05.2005, 19:11
Und die Demographie ist im Krankensystem eine recht untergeordnete Rolle.
Mit dieser Ansicht stehst Du aber ziemlich alleine da: die Demographie ist der entscheidende Faktor für unsere heutige Misere. Auf Grund der heutigen demographischen Situation sowie der daraus resultierenden Entwicklung in den nächsten 40 Jahren steht unser Sozialversicherungssystem in seiner heutigen Gestalt vor dem Aus. Andere Gründe sind demgegenüber vernachlässigenswert. Mir ist nicht bekannt, dass dies unter Fachleuten ernsthaft in Zweifel gezogen wird. Allerdings ist mir bekannt, dass es einige noch nicht verstanden haben...
malte2304
08.05.2005, 20:57
Nun ja, Krankensystem ist ein anderes Wort als Sozialversicherungssysteme, würde ich mal behaupten...
In der Renten- oder Pflegeversicherung ist das Wort Demographie unersetzlich, in der Arbeitslosenversicherung praktisch witzlos.
Das hab ich verstanden.
Wir sollten nicht anfangen, uns zu kloppen, eher zivilisiert miteinander zu reden, ich will dich ja net angreifen oder gegen dich kämpfen, ich will einfach versuchen, dir meine Meinung näher zu bringen, die ich nun mal als richtiger ansehe als deine in den paar Bereichen.
hilmi01
08.05.2005, 23:23
Nun ja, Krankensystem ist ein anderes Wort als Sozialversicherungssysteme, würde ich mal behaupten...
Da hast Du meine uneingeschränkte Zustimmung - aber was Du damit sagen willst, bleibt mir bislang unerklärt :-k
Im Kern dreht sich unsere Diskussion doch um die Frage, ob die Sozialversicherungsbeiträge an die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Einzelnen und damit an den Faktor "Arbeit" gekoppelt sein sollen. Und da sage ich: nein. Gesundheitsvorsorge und Arbeit haben - finanziell betrachtet - nichts miteinander zu tun. Damit sage ich ja nicht, dass der Geringverdiener nicht anderweitig unterstützt werden soll (z.B. durch steuerliche Förderung).
Andere Ansichten mögen aus sozialen Gesichtspunkten populärer sein - ich bezweifle nur, dass wir uns das aus demographischen Gründen noch leisten können.
hilmi01
09.05.2005, 00:21
Mal wieder was Lustiges (oder doch nicht?): Beamten-Pensionen (http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID4322598_REF1,00.html)
Immerhin: hier scheint sich ein leistungsbezogenes System durchzusetzen... ;)
malte2304
09.05.2005, 13:56
Im Krankensystem sage ich definitiv: Paritätische Prozentualität des Beitragssystems. Beiträge lassen sich nicht über Steuern finanzieren, aus Sicht des Staates ist also eine Steuerentlastung nicht machbar und wenn die nicht kommen würde wäre die Last für den Arbeiter zu groß im Falle eines Pauschbetrages.
--Fertig--
Jaja, was haben die Leute nur gegen Beamte, die tun doch gar nix! Durch das alte System mit Bundespost etc. haben wir viel zu viele von denen, die Kosten sind wirklich schon enorm hoch (wie im tagesschau-Beitrag zu sehen).
hilmi01
22.05.2005, 21:45
Ironie des Schicksals:
Das Ende dieser Umfrage wird womöglich mit den Neuwahlen im Herbst (http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID4364336_REF1,00.html) zusammenfallen.
Somit sollte hier fleißig geübt werden... ;)
madmax
22.05.2005, 21:56
uiuiui, dass ich das noch erleben darf, als nrw geborener.
naja, seit rau nicht mehr da ist, geht das eh bergab ...
nomos
22.05.2005, 21:56
Kann jetzt ja recht spannend werden, mal sehen ob diese Umfrage den allgemeinen Trend in unserem Land wiederspiegelt. Vielleicht wissen wir im Herbst schon mehr.
Warten wir's ab.
BlueEye
22.05.2005, 22:50
ROT ist die Farbe der Liebe,
GRÜN ist die Farbe der Hoffnung.
SCHWARZ ist die Farbe des Todes,
GELB ist die Farbe der Geschlechtskranken.
-> Tja.. das war's dann wohl NRW :/
Büffel
22.05.2005, 23:08
Wobei sich ja die Frage stellt wie man vorgezogene Neuwahlen im Herbst realisieren will?
Verfassungsrechtlich wäre eine "absichtlich" verlorene Vertrauensfrage im Bundestag ja sehr bedenklich.
Quelle: Spiegel.de
Der Schleichweg zur vorgezogenen Neuwahl
Eine Selbstauflösung des Bundestages oder ein Beschluss für eine vorgezogene Neuwahl ist im Grundgesetz eigentlich nicht vorgesehen. Allerdings gibt es einen verfassungsrechtlichen Schleichweg, den 1982 auch Helmut Kohl benutzte. Kohl war zwar nach einem erfolgreichen konstruktiven Misstrauensvotum gegen Helmut Schmidt vom Bundestag zum Kanzler gewählt worden - er wollte aber eine Bestätigung durch die Wähler. Also nutzte er ein rechtlich höchst umstrittenes Verfahren: Seine Parteifreunde ließen ihn absichtlich bei der Vertrauensfrage scheitern. Das genaue Prozedere der "Vertrauensfrage" regelt Artikel 68 des Grundgesetztes. Danach kann der Bundespräsident den Bundestag innerhalb von 21 Tagen auflösen, wenn der Kanzler im Parlament bei einer Vertrauensfrage keine Mehrheit hat. Sollte Schröder also wirklich vorgezogene Wahlen wollen, müsste er im Bundestag die Vertrauensfrage stellen und seine Koalition müsste ihn absichtlich durchfallen lassen. Bundespräsident Köhler könnte den Bundestag dann nach drei Wochen auflösen.
Dieser Kniff ist allerdings unter Verfassungsrechtlern höchst umstritten. Nachdem sich Kanzler Kohl 1982 das Misstrauen aussprechen ließ, nur mit dem Ziel vorgezogene Neuwahlen zu erreichen, hatte das Bundesverfassungsgericht anschließend schwere Bedenken geäußert. Sinngemäß urteilten die Hüter des Grundgesetztes damals, dass der Bundespräsident das Parlament trotz dieses nicht ganz sauberen Verfahrens ausnahmsweise auflösen durfte - dass dieser Weg zu Neuwahlen allerdings nicht die Regel werden dürfte. Das Urteil des Verfassungsgerichts wurde damals allgemein so interpretiert: Einmal, aber nie wieder.
Auf jeden Fall ist es Schröder/Münterfering mit der Ankündigung ja gelungen von dem Wahlergebnisl abzulenken... :roll:
MAsterHimself
22.05.2005, 23:52
@vmaxy202 Hier is jemand mit nem CX65 der grün wählen würde, bzw. in der Abstimmung gewählt hat. Wenn man sich anguckt, wo Deutschland ist und welche Änderungsvorschläge die Parteien haben, merkt man das die SPD ratlos ist, die CDU an allen nur rumnörgeln (>edit: außerdem gehören sie einer mir befremdlichen Religion an!), die FDP keinen Inhalt hat, und die PDS in einer Traumwelt lebt. Die Grünen haben zwar ihre Ideale verraten, dafür denken sie als einzigste an die zukünftigen Generationen und das soziale Zusammenleben! Also wähle ich grün!
Die NPD ist das letzte, tut was gegen diesen neuerlichen Trend zum Rechtsextremismus, veranstaltet Demos und klärt die Leute auf, den kein vernünftiger Mensch kann sich die Verhältnisse des 3.Reiches zurückwünschen!
Geht am 11.06.05 nach Jena und verhintert damit das 10.000 Rechtextreme eine Kundgebung dort halten können, um noch mehr Leute für diese ******* zu mobilisieren!
>edit
Hoffe das diese Meinung nicht gelöscht wird, wenn doch richte ich mich an den mod und möchte ihm sagen das ich mich auf die Artikel des Grundgesetztes zur freien Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit beziehe. Dieses Posting enthält weder Verfassungsfeindlichen Inhalt, noch einen Aufruf zur behinderung einer Angemeldeten Kundgebung, lediglich die Aufforderung dazu, nicht wegzusehen, und sich aktiv für den Erhalt der Demokratie in unserem Land einzusetzen!
flammenbringer
23.05.2005, 00:06
[...]die CDU an allen nur rumnörgeln (außerdem sind es dreckige Christen),
Was bist Du denn für ein Würstel, so ein Niveau hat hier doch nichts zu suchen. Wie Du gegenüber Religionen stehst is wurscht, pauschale Beleidigungen sind Deiner aber doch sicher nicht würdig!
[...]Die Grünen haben zwar ihre Ideale verraten, dafür denken sie als einzigste an die zukünftigen Generationen und das soziale Zusammenleben! Also wähle ich grün![...]
Finde auch zukunftsweisend, Atomkraft abzuschaffen, Energiepreise auf ungekannte Höhen treiben und dem Volk die Rechnung zu präsentieren. Gab bisher keinen anderen Weg, unsere Volkswirtschaft in die Knie zu zwingen, da mußte wahrhaft Know-How aus der Steinewerferszene rekrutiert werden.
Servus
flammenbringer
MAsterHimself
23.05.2005, 00:22
Naja nicht umsonst haben wir in Deutschland ja Meinungsfreiheit, sodass jeder das denken kann, was er will solange es nicht Verfassungsfeindlich ist. Das ich Religionen von Grund auf verabscheuhe mag zwar für viele nachvollziehbar sein, aber wenns dich stört edite ich halt ma kurz! Vll. kannste ja damit leben. Über die Grünen werdsch nix ändern, da steh ich 100% dahinter! MFG
hilmi01
23.05.2005, 00:28
Ist Grün nicht auch 'ne Glaubenssache... ;)
flammenbringer
23.05.2005, 00:43
Ist Grün nicht auch 'ne Glaubenssache... ;)
Sowieso. Ist aber eigentlich bei allen politischen Richtungen so. Steht überall die Frage dahinter, an was man glaubt.
Ich glaube zum Beispiel, daß die Union mit der Zonenangie keine Wahl gewinnen wird. ;)
Servus
flammenbringer
-der ratlos ist, wem er seine Stimme geben sollte (der Wahl-O-Mat meinte, die CSU ist meine politische Heimat)
Keyser Soze
23.05.2005, 09:41
>edit
Hoffe das diese Meinung nicht gelöscht wird, wenn doch richte ich mich an den mod und möchte ihm sagen das ich mich auf die Artikel des Grundgesetztes zur freien Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit beziehe. Dieses Posting enthält weder Verfassungsfeindlichen Inhalt, noch einen Aufruf zur behinderung einer Angemeldeten Kundgebung, lediglich die Aufforderung dazu, nicht wegzusehen, und sich aktiv für den Erhalt der Demokratie in unserem Land einzusetzen!
:-k Also die ursprünglich von dir geschriebene Äußerung gegenüber der CDU hätte ich umgehend gelöscht weil sie eine Beleidigung darstellte.
Du hast es ja selbst dann noch "entschärft"....
Sonstige freie Meinungsäußerungen hier werde ich aber nicht einfach mal so zensieren, die bleiben stehen.
madmax
23.05.2005, 09:53
Hier is jemand mit nem CX65 der grün wählen würde, bzw. in der Abstimmung gewählt hat.
ich versteh jetzt nicht, was das Handy mit der partei oder farbe zu tun hat ??
von mir aus kannst du (und jeder andere) wählen was er will,
das interessiert mich genausoviel wie ein feuchter keks.
bzgl. farbe, da macht BlueEye mit seiner farbenlehre seinem nick alle ehre ;)
judge
23.05.2005, 09:57
Ich habe die Grünen noch nie gewählt, aber eins muss man ihnen schon lassen: Atomausstieg, Dosenpfand, Lebenspartnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare, kein Irakkrieg (O-Ton G.W.Bush: "die Deutschen sind notorische Pazifisten"), ... Absolut keine (!) andere Partei hat ihr Wahlprogramm jemals so erfolgreich und konsequent durchgesetzt.
@flammenbringer: meinst Du nicht, dass die hohen Energiepreise in erster Linie mal mit dem Ölpreis (Gründe: Irakkrieg, Yukos-Verfahren, Unruhen in Nigeria, Wirtschaftswachstum in China, Benzinverbrauch der USA) zu tun haben? Schließlich ist eben erst das erste AKW abgestellt worden. Selbst die Ökosteuer macht da nicht mehr viel aus.
Sabrina
23.05.2005, 10:59
uiuiui, dass ich das noch erleben darf, als nrw geborener.
naja, seit rau nicht mehr da ist, geht das eh bergab ...
Da kann ich nur aus tiefstem Herzen zustimmen (als gebürtige NRWlerin).
Gelb ist btw. die Farbe der Falschheit (wenn mich nicht alles irrt) :)
Keyser Soze
23.05.2005, 11:02
Das hier sagt die Wikipedia zu "gelb":
Gelb ist in der Natur eine Warnfarbe und wird daher für Warnschilder und als eine der drei Ampelfarben verwendet. - Gelb ist auch ein verkürzter Ausdruck für das Eigelb, den Eidotter.
Symbolische Bedeutung der Farbe
* Gelb nahm in der Kunst häufig die Stelle der Farbe Gold = Ewigkeit ein.
* Heute ist Gelb bei politischen Organisationen international die Farbe liberaler Parteien.
* In der traditionellen abendländischen Kunst galt Gelb als Farbe des Neides, Farbe des Judas, Farbe der Juden und der Synagoge. siehe dazu auch: Gelber Fleck
* Im Sport (insbesondere Fußball) die Verwarnung eines Spielers, die noch nicht unmittelbar zum Platzverweis führt: Gelbe Karte
* Die mittlere Phase einer Ampel, die den bevorstehenden Wechsel von rot nach grün oder umgekehrt anzeigt.
* Gelb ist (auch in der Natur) Signalfarbe. In Kombination mit Schwarz wird die größtmögliche Signalwirkung zweier Farben erreicht, was bei vielen Schildern Anwendung findet.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Gelb
Sabrina
23.05.2005, 11:06
Wie passend! (siehe auch www.borussia-dortmund.de (http://www.borussia-dortmund.de)) :mrgreen:
:lolschil:
madmax
23.05.2005, 11:23
also ganz unpolitisch ...
... ist mir gelb-schwarz als farbkombi lieber als rot-grün
gefällt mir eben besser, wie gesagt ganz unpolitisch,
liegt das daran das rot und grün komplementär sind ??
passend dazu das beitragssymbol
kann ich bitte ein entsprechend gefärbtes empfangsband haben ? (war ein witz)
lool, das wird was mit ede als superminister :lolschil:
(WENN cdu an die macht kommt)
Mir Fällt nix ein
31.05.2005, 10:39
Wie wäre es denn wenn deutschland mal was ganz anderes Wählt... irgendwie die Partei Biebeltreuer Christen oder Die Rosarote Patei (pühh) oder die Karnevallpartei... Mal sehen vieleicht bringt Stefan Raab ja ne Partei zur Wahl auf den "Markt" zuzutrauen wäre es ihm ja
nutella
04.06.2005, 11:05
irgendwie die Partei Biebeltreuer Christen
wenn solche an die macht kommen bring ich micht um..
wir sind doch multikulturell, also müsste es die partei bibel/koran.. budisten/christen/muslime.. heißen :mrgreen:
Sabrina
21.06.2005, 13:40
Hmm - da kommen ja grad wieder "lustige Ideen" von Seiten einiger Verbände/Arbeitgeber...
Krankheit soll mit Urlaub verrechnet werden. Bsp. Konditoren in Bayern: für je 5 Krankheitstage, wird ein Urlaubstag gestrichen (max. zu streichende Urlaubstage: 3, ergo 15 Krankheitstage).
Ich finde diese Debatte unverschämt. Der Krankenstand in Deutschland ist so niedrig wie zuletzt vor 30 Jahren. Jeder hat Angst um seinen Job und geht lieber später zu Arzt, als auszufallen.
Senkung der Lohnnebenkosten. Schön und gut - aber wie sinnvoll?
Jetzt wird über die Streichung von Sonderurlauben (Umzug, Hochzeit, Geburt, Beerdigungen) nachgedacht.
Naja, denke, damit könnte man auch noch leben - wenns der Sache dient.
In 10 Tagen steigen, nur für die Arbeitnehmer versteht sich, die Krankenkassebeiträge um 0,9% - um die Zahnarztbehandlung weiter finanzierbar zu machen.
Manche Kassen senken den Beitrag vorher um 0,9% - bedeutet ein Ersparnis für den Arbeitgeber.
Seit Januar zahlen kinderlose ja schon 0,25% mehr in die Pflegeversicherung.
Die CDU scheint dies ändern zu wollen und überlegt anscheinend, diese Mehrbelastung der Kinderlosen zurückzunehmen und statt dessen eine generelle Erhöhung des Pflegebeitrages von X% für alle zu erheben.
Hin oder her - die deutschen brauchen wieder sicherere Jobs und mehr Geld, was in die Wirtschaft fliessen kann.
In den meisten Betrieben gibt es kein Urlaubs- oder Weihnachtsgeld mehr.
Geld was der Wirtschaft fehlt.
Jeder bunkert, was er bekommt, schliesslich weiss man nicht, wie lange man noch Geld bekommt/einen Job hat bzw. was auf einen zukommt.
Persönlich denke ich, dass keine der antretenden Parteien einen wirklichen Ruck vollbringen kann. Wir hinken mal wieder hinterher, Länder wie England haben den Dreh schon vor Jahren angestossen und ernten nun die guten Ergebnisse.
Vielleicht würde es bei uns auch gehen - doch statt die Reformen so durchzuboxen, wie sie ursprünglich mal von Experten ausgearbeitet und aufeinander abgestimmt waren, werden sie bei uns weich gekocht, passend gemacht und das Ergebnis dieser halbgaren Geschichten ist:
Der Wähler/Arbeitnehmer ist verunsichert, die Kosten steigen weiter und eigentlich passiert nix, ausser das für Reformen wie Hartz V jetzt schon mehr aufgewendet werden musste, als geplant. Besser laufen tut es dadurch nicht - es läuft ja nicht mal...
hilmi01
21.06.2005, 15:38
In 10 Tagen steigen, nur für die Arbeitnehmer versteht sich, die Krankenkassebeiträge um 0,9% - um die Zahnarztbehandlung weiter finanzierbar zu machen.
Manche Kassen senken den Beitrag vorher um 0,9% - bedeutet ein Ersparnis für den Arbeitgeber.
Eine kleine Korrektur dazu:
Alle Kassen senken die Beiträge zunächst um 0,9%. Manche erhöhen oder senken dann aber gleich wieder
Für Arbeitnehmer/-innen steigt der Beitrag somit um 0,45%
Zunächst war die Erhöhung zur Finanzierung von Zahnersatz und Krankengeld geplant, wurde dann aber wieder gestrichen. Es ist nunmehr ein Sonderbeitrag (den alle zahlen müssen, also auch Rentner), oder einfach ausgedrückt: eine ganz normale Beitragserhöhung
Finanziert ist damit das Krankenversicherungssystem noch lange nicht
Aber sonst: brilliant - wie immer... ;-)
benj9
21.06.2005, 16:03
Wir haben letztlich in Fragen der Sozialversicherungen vor allem ein demographisches Problem, was sich durch Diskussionen über Vorteile und Nachteile bisheriger struktureller Ansätze nicht lösen lässt, und was auch niemandes Schuld ist.
Erst wenn wir das in Betracht ziehen und verstehen, können wir mit einer vorwurfslosen und konstruktiven gesellschaftlichen Diskussion über angemessenere zeitgenössische Strukturen beginnen.
Dieses ewige Ausmachen-Wollen der schuldigen Regierungspartei - war es Kohl oder ist es Schröder - hält uns im Loch und verhindert ein Über-Den-Tellerrand-Gucken, ohne das es wohl dieses mal nicht gehen wird.
hilmi01
21.06.2005, 16:53
Wir haben letztlich in Fragen der Sozialversicherungen vor allem ein demographisches Problem, was sich durch Diskussionen über Vorteile und Nachteile