Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen: Bundestagswahl 2005
zoidi
17.09.2005, 13:12
Angesichts der morgen anstehenden Wahl, wäre es doch mal interessant zu wissen wer von euch wählen geht. Bitte keine Diskussionen über Parteien, Wahlprogramme etc ... . Solltet Ihr nich wählen gehen, könnt ihr ja noch sagen warum.
Bitte nur wahlberechtigte abstimmen! (Ich selber stimme auch nicht ab!) Wenn ihr über 18 seid und ihr nicht wählen dürft könnt ihr das ja sagen. Solltet Ihr unter 18 sein oder nicht in Deutschland wohnen, braucht ihr auch nicht zu schreiben dass ihr nicht wählen dürft.
Gruss zoidi.
Edit: Wer im Wahlkreis 160/Dresden wohnt kann natürlich auch abstimmen, auch wenn er erst später zur Wahl geht.
BuG
17.09.2005, 13:22
Na selbstverständlich gehe ich wählen. :)
zoidi
17.09.2005, 14:48
Wenn du 18 bist, aber die deutsche Staatsangehörigkeit nicht besitzt, dann darfst du nicht wählen.
Beispiel: Eine Freundin von mir ist 19, lebt seit Jahren in Deutschland, hat aber eine russische Staatsangehörigkeit. Sie darf morgen nicht wählen.
Solche Posts wie deinen wollte Ich eigentlich verhindern (nicht böse gemeint).
Hatte mich in meinem ersten Post auch falsch ausgedrückt, ist jetzt richtig. ;)
Kleine Anmerkung dazu: Damit ist nicht mein Post gemeint, sondern ein zwischenzeitlich gelöschtes. ;)
judge
17.09.2005, 16:12
Klar, auch wenn / gerade weil ich Angst vor dem Ergebnis habe. :up:
Centrino
17.09.2005, 16:50
Ich gehe auch wählen....!
Es soll nicht heißen ich habe nicht versucht den Untergang von Deutschland zu verhindern.
hilmi01
17.09.2005, 17:53
Wer wählt, wählt vielleicht die Falschen.
Wer nicht wählt, wählt auf jeden Fall die Falschen.
Fazit: ich gehe wählen ;-)
u_v_m
17.09.2005, 19:08
Logisch geh ich wählen, für die Bundestagswahl und gleichzeitig Volksentscheit zu unserem geplanten Flughafen
Maik H
17.09.2005, 20:59
Ich geh auf jeden Fall wählen.
Und für alle die nicht wählen wollen, hilmi trifft den Nagel echt auf den Kopf:
Wer wählt, wählt vielleicht die Falschen.
Wer nicht wählt, wählt auf jeden Fall die Falschen
Duberle
18.09.2005, 00:44
Selbstverständlich gehe ich auch wählen :up:
benj9
18.09.2005, 01:39
Aber klar ;)
BuG
18.09.2005, 14:19
So, es ist vollbracht. Mal schauen, was heute abend dabei rauskommt.
BaTTleCAT
18.09.2005, 15:44
Bin gerde wieder gekommen!
Keyser Soze
18.09.2005, 15:50
war schon um 13h wählen. Scheint ja eine recht hohe Wahlbeteiligung zu geben laut spiegel.de
Wahlparty steigt bei uns ab 18h im Chat ;)
BuG
18.09.2005, 16:44
Obs eine Party wird, kommt auf das Ergebnis an. :mrgreen:
Keyser Soze
18.09.2005, 16:46
@BuG: naja, alternativ haust du hilmi wieder mal die Birne ein, wird auf jeden Fall amüsant ;)
Bin gerde wieder gekommen! Oha, ein freudscher Versprecher :shock: :lol: Haste denn auch "Gerde" gewählt? ;)
BuG
18.09.2005, 16:47
Iiiich? Jemandem die Birne einhauen? Sowas würde ich doch nie machen. http://www.my-smileys.de/smileys2/angel_not.gif
mushy
18.09.2005, 19:59
Natürlich hab ich auch gewählt. Wer nicht wählen gegangen ist, darf sich später auch nicht über das Ergebnis auslassen :cool:
Bin ja jetzt echt total gespannt, welche Koalition dabei heraus kommt. Die Prozente sind ja doch ziemlich "interessant" ausgefallen.
mushy
BuG
18.09.2005, 20:51
Schröder's Auftritt im ZDF gerade kann ich mir irgendwie nicht erklären. :weedman:
Edit: ups, ARD natürlich. :mrgreen:
mushy
18.09.2005, 21:54
Frag mich echt, wie das jetzt aussehen wird.
Macht die Union es mit der FDP und den grünen?
oder macht die SPD eine Ampel :roll:
Mehr kommt doch eigentlich nicht in Frage.
Denke nicht, das die SPD mit der CDU zusammen regieren will.
Eigentlich hat die FDP das meiste in der Hand, denn wo sie hingehen, wird mitregiert :oops:
Aufjedenfall haben die Wähler spannend gewählt.
mushy
BuG
18.09.2005, 22:29
Ich glaube eher, dass nur CDU/SPD geht. Alles andere ist unrealistisch.
race13
18.09.2005, 22:59
Mal abwarten was Dresden macht. Vorher kann man nichts machen.
Es ist derzeit immernoch eine Pattsituation mit der Sitzverteilung.
benj9
19.09.2005, 09:38
Schröder's Auftritt im ZDF gerade kann ich mir irgendwie nicht erklären. :weedman:
Edit: ups, ARD natürlich. :mrgreen:
Irgendwie passt dein Smiley nicht zu Schröders Zustand gestern. :mrgreen: Ich glaub, der hatte was ganz andres drin :roll:
BuG
19.09.2005, 09:40
Ich weiß nicht, so wie der die ganze Zeit gegrinst hat...
Meine andere Theorie sagt, dass er seine verschwitzten Socken geraucht hat. :mrgreen:
benj9
19.09.2005, 09:46
Auf jedem Fall wirkt er durch seinen Auftritt nicht grade staatsmännischer und souveräner :roll:
IMeine andere Theorie sagt, dass er seine verschwitzten Socken geraucht hat. :mrgreen:Auf jedem Fall ist das kein besonders guter Stoff :mrgreen:
judge
19.09.2005, 16:00
Auf jedem Fall wirkt er durch seinen Auftritt nicht grade staatsmännischer und souveränerWohl wahr, man kennt ihn da ganz anders. Soll er inzwischen aber auch schon eingestanden haben. Überhaupt hat in dieser Runde keiner die Erwartungen erfüllt. Schröder poltert, Merkel lässt sich dadurch wiedermal überfahren und man fragt sich, wie sie auf richtig großer politischer Bühne gegen Bush, Berlusconi, Chirac, Blair oder Putin bestehen will, Westerwelle beruft sich auf Beschlüsse, die auf der Basis völlig anderer Erwartungen gefällt und durch die Wahl überholt wurden, usw.
Und die Journalisten lassen sich auf Scharmützel ein, über denen sie eigentlich souverän hätten stehen sollen.
hilmi01
19.09.2005, 17:04
Westerwelle beruft sich auf Beschlüsse, die auf der Basis völlig anderer Erwartungen gefällt und durch die Wahl überholt wurden, usw.
Wie man's macht, macht man's falsch:
Da hält sich jemand nach der Wahl an das, was er vor der Wahl beschlossen und den Wählern versprochen hat. Was gibt's denn daran auszusetzen? :-k
Was gäbe das für ein "Fähnchen-im-Wind-Geschrei", wenn der Guido plötzlich mit dem Gerd... also politisch natürlich ;)
judge
19.09.2005, 17:25
Was gäbe das für ein "Fähnchen-im-Wind-Geschrei", wenn der Guido plötzlich mit dem Gerd... also politisch natürlich Und was für ein Geschrei wäre das, wenn nicht nur politisch. V.a. bei Doris. :lol:
Ich meine nur, wenn sich jeder an seine vorherigen Ankündigungen hält, gibt es keine Regierung. Und wieviele haben den Beschluss nie eine Ampel eingehen zu wollen überhaupt gekannt? Vielleicht haben viele schlicht und einfach FDP gewählt, weil sie eine liberalere, wirtschaftsorientiertere Politik wollten. Egal in welcher Koalition?
Ich weiß es nicht. Nur aus dem alleinigen Grund weil der Guido mit dem Gerd nicht kann (oder darf? ;) ), sich die genehme Auslegung zurecht zu legen, bringt uns allen nichts. Und wer v.a. ein Zusammengehen mit Rot-Grün ablehnt, darf dann anderen nicht vorwerfen, sie würden sich verweigern. Aber vielleicht legt sich bei allen in nächster Zeit ja etwas die Aufregung und die Vernunft kehrt zurück.
hilmi01
19.09.2005, 17:35
Ich meine nur, wenn sich jeder an seine vorherigen Ankündigungen hält, gibt es keine Regierung.Die Konsequenz daraus wäre ja, dass man nachher machen kann, was man will - egal was man vorher angekündigt hat. Na super.
Und wieviele haben den Beschluss nie eine Ampel eingehen zu wollen überhaupt gekannt?Tja, Dummheit schützt vor Strafe nicht.
Und wer v.a. ein Zusammengehen mit Rot-Grün ablehnt, darf dann anderen nicht vorwerfen, sie würden sich verweigern.Rot-Grün ist doch selbst eine einzige Verweigerung - nämlich eine Verweigerung an den gesunden Menschenverstand. :mrgreen:
benj9
19.09.2005, 17:46
Jede Partei hat ja vorher gesagt, mit wem sie koalieren würde und mit wem nicht. Solche Aussagen fließen ja durchaus in den Wählerwillen mit ein.
Eine angekündigte große Koalition hätte sicher viele anders wählen lassen.
Nehmen wir jetzt mal meine Wahlentscheidung: wenn die Grünen jetzt mit der CDU koalieren würden, wären sie mich als Wähler los. So war es vorher nicht abgemacht.
Also einerseits können die Parteien jetzt nicht einfach wild drausloskopu.. äh koalieren ;) Andererseits kann man den Wähler auch nicht einfach mit Neuwahlen verarschen.
Deutschland muss - grade jetzt - handlungsfähig bleiben und werden, deshalb muss jetzt - leider doch - ein Kompromiss her.
Deshalb erwarte ich von einer großen Koalition - eine andere Möglichkeit scheint es ja z.Zt. nicht zu geben - dass sie sich gefälligst nicht weiter gegenseitig blockieren, sondern als Notlösung eben 4 Jahre reagieren, und dabei ihre Differenzen so gut es geht zum Wohl des Landes beiseite legen.
Jedes Gezicke zwischen SPD und Union kann in dieser Situation des Landes fast nur noch als Sabotage ausgelegt werden. Wenn sie wirklich die "verantwortungsbewussten" Parteien sind, für die sie sich ausgeben, dann wäre es JETZT gut, wenn sie sich auch so verhalten.
judge
19.09.2005, 17:49
Die Konsequenz daraus wäre ja, dass man nachher machen kann, was man will - egal was man vorher angekündigt hat. Na super.
Nicht was man will, sondern der Wähler. Und die aktuelle Situation ist schließlich eine besondere. Da kommt keiner umher, einen Teil seines Wahlprogrammes über Bord zu werfen. Das ist immer das Ergebnis von Koalitionen. Egal ob Ampel, Jamaika oder Große, irgendjemand muss über seinen Schatten springen.
Tja, Dummheit schützt vor Strafe nicht.Ich dachte immer, dass uns unser Parlament regieren und nicht bestrafen soll. :confused: Und wie gesagt, ich frage mich einfach, ob dieser Beschluss tatsächlich ein wesentlicher Beweggrund für die FDP-Wähler war.
Rot-Grün ist doch selbst eine einzige Verweigerung - nämlich eine Verweigerung an den gesunden Menschenverstand.Das sehen über 40% der Wähler anders.
benj9
19.09.2005, 17:55
Wiederhole nochmal: der Wahlkampf ist vorbei, Deutschland in einer sehr schwierigen Situation, die großen Parteien behaupten immer, zum Wohle des Landes zu handeln. Das können sie jetzt beweisen, in dem sie durch einen kompromissvollen Konsens zu Handlungsfähigkeit kommen.
Jedes weitere Rumgezicke auf der politischen Bühne ist doch in so einer Situation einfach nur noch Brandstiftung, die Urheber sicher mehr an der Stellung ihrer eigenen Institution als an der ihres Landes interessiert. :-?
judge
19.09.2005, 17:59
:dito: Das wollte ich im Grunde mit meinen Kommentaren auch sagen.
Angesichts der Ergebnisse sind Lager, die sich vor der Wahl gebildet haben, schlicht und einfach obsolet geworden. Egal ob Rot-Grün oder Schwarz-Gelb. Und genau das müssen alle erkennen (was sie wohl haben) und danach handeln.
benj9
19.09.2005, 18:04
Genau. Deutschland ist ein Intensiv-Patient und braucht dringend Regierungsbetreuung. Wer sich da verweigert, ist nicht am Wohle Deutschland interessiert, sondern nur an dem seiner Partei bzw. seinem eigenen.
Aber das kennen wir ja von der "Spaßpartei". ;)
judge
19.09.2005, 18:13
Ich persönlich sehe nur einfach nicht genug Schnittmengen zwischen CDU/CSU, FDP und Grün. Die kleinen Grünen würden m.E. darin aufgerieben, es gäbe Riesenknatsch auf ihrem Parteitag und am Ende wäre die Koalition kaputt. Eine starke FDP könnte als drittstärkste Partei im BT hingegen in einer Ampel ihre Positionen besser zum Ausdruck bringen und für einen Politikwechsel (oder zumind. Richtungsänderung) sorgen. Daher wäre diese Koalition (ich betone: meiner Meinung nach) einfach die stabilste von allen. Und das ist im Moment das was zählt und worum es bei dieser Neuwahl ging. D.h. um unser Land, nicht um Pöstchen und Eitelkeiten.
Keyser Soze
19.09.2005, 18:19
Ich sehs schon kommen, das wird so ausgehen wie einst in Schleswig Holstein... Kampfabstimmung mit 3 Wahlgängen bei der Kanzlerwahl im Bundestag mit abschließendem Rücktritt einer der beteiligten Streithähne.
Anders kommt man m.E. in keiner der großen Volksparteien zu einem sinnvollen Ergebnis weil die Kanzler(kandidaten) zu sehr an ihren Sesseln kleben ("Keine Koalition mit denen unter meiner Führung").
judge
19.09.2005, 18:23
Das kann gut sein. Das Problem ist dann aber noch nicht wirklich gelöst, denn ein Kanzler ohne tragfähige Koalition ist so viel wert wie keiner. Zumindest bei dem gegenwärtigen Lagerdenken.
benj9
19.09.2005, 18:29
Mit tolerierten Regierungen hat man ja in der Weimarer Republik ganz schlechte Erfahrung gemacht. Daher die 5-%-Klausel, um das Parlament nicht zu sehr zersplittern zu lassen.
Steht nicht nach 3 gescheiterten Kanzlerabstimmungen die Neuwahl?
BuG
19.09.2005, 18:34
Fakt ist doch, dass im Gesetz steht, dass der Kanzler vom Bundestag mit Mehrheit gewählt werden muss. Wie das die Merkel im Augenblick machen will, ist mir unklar. Naja, wir werden sehen.
Keyser Soze
19.09.2005, 18:35
Steht nicht nach 3 gescheiterten Kanzlerabstimmungen die Neuwahl? Das weiß ich nicht genau, habe ich aber auch nicht behauptet, dass der dritte Durchgang scheitert, denn dann braucht man glaube ich nur noch eine relative Mehrheit.... ich meinte eher, dass im dritten Anlauf dann einer gewählt wird und der Kanzlerkandidat der unterlegenen Fraktion dann deswegen zurücktritt, weil er/sie den Machtverlust nicht ertragen kann bzw. dann ob der Niederlage am Stuhl gesägt wird.
Genau. Deutschland ist ein Intensiv-Patient und braucht dringend Regierungsbetreuung. Wer sich da verweigert, ist nicht am Wohle Deutschland interessiert, sondern nur an dem seiner Partei bzw. seinem eigenen.
Meine Meinung ist, dass genau aus diesem Grund eine verantwortungsvolle Politik sich nicht wieder mit denen einlassen kann, die es so weit haben kommen lassen und die den eingeschlagenen Weg weiter gehen wollen.
Abgesehen davon verweigern bezeichnenderweise ausgerechnet die beiden großen Parteien (CDU, SPD) der PDS/Linkspartei die politische Mitverantwortung. Damit entziehen sie immerhin 25% der ostdeutschen und 8% der gesamtdeutschen Wähler/-innen von vornherein das Mitgestaltungsrecht.
Um die augenblickliche Misere zu beenden sollte man dann doch gleich konsequenterweise Neuwahlen unter Ausschluss der PDS/Linkspartei durchführen - zum Wohle des Volkes (bzw. des Teils, dessen politische Meinung gebilligt wird).
benj9
19.09.2005, 18:43
Ok, habe jetzt auch nochmal nachgelesen:
- können beliebig viele Kanzlerwahlen hintereinander scheitern
- ab dem 3. Mal reicht die relative Mehrheit.
--> Dann hätten wir einen Minderheitskanzler(in). Bei der ersten Gesetzesvorlage, normalerweise der Haushalt, würde er(sie) scheitern und könnte die Vertrauensfrage stellen.
Neuwahl wäre dann frühestens unter Wahrung aller Fristen im Januar möglich.
Das ganze müsste wie üblich durchs Verfassungsgericht, weil es ja mal wieder etwas getrickst wäre.
judge
19.09.2005, 18:48
Abgesehen davon verweigern bezeichnenderweise ausgerechnet die beiden großen Parteien (CDU, SPD) der PDS/Linkspartei die politische Mitverantwortung. Damit entziehen sie immerhin 25% der ostdeutschen und 8% der gesamtdeutschen Wähler/-innen von vornherein das Mitgestaltungsrecht.
Genau. Statt sich inhaltlich damit auseinanderzusetzen wird denen einfach das Demokratieverständnis abgesprochen. Wo das hinführt, hat der gescheiterte Verbotsantrag für die NPD schon gezeigt.
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